Firebird gs racing rezension
Blizzard Firebird GS Racing im Detail: Racing Construction, Vollholzkern, WC PC Interface 10 mm, 173–188 cm. Fahrgefühl, Schwünge, Pro, Kontra und Specs.
Überblick
Der Firebird GS Racing ist der Einstieg in Blizzards FIS-orientiertes Riesenslalom-Programm für 26/27. Blizzards eigener Produkttext nennt ihn Firebird GS JR-Racing, und das sagt alles über die Zielgruppe: Nachwuchs- und Vereinsrennläufer, die in den Langradius-RS einsteigen. Er teilt sich die Taillierung von 103-65.5-86 mm und den Radius „über 23 m" mit dem Firebird GS FIS, setzt aber auf Blizzards Racing Construction und einen Racing Full Woodcore statt der FIS Racing Construction, kommt in vier Längen von 173 bis 188 cm und wiegt 3.360 g pro Paar bei 173 cm – rund 1.680 g pro Ski mit Platte – gegenüber 3.900 g bei 183 cm beim FIS-Modell. Wie die gesamte Firebird-Rennfamilie wird er mit vormontierter World-Cup-PC-Interface-Platte (10 mm) geliefert; Blizzard empfiehlt eine Comp20-, Comp16-RD- oder Comp12-Bindung. Die deutsche UVP liegt bei 800 €.
Auf der Piste
Auf dem Papier verhält sich der GS Racing zuerst wie ein RS-Ski und erst danach wie ein leichterer Ski. Volle Vorspannung, 65,5 mm Mittelbreite und ein Radius von mehr als 23 m (über 25 m bei 188 cm) bedeuten, dass er nur Sinn ergibt, wenn er hoch aufgekantet und in langen Bögen über harten, präparierten Schnee gefahren wird; wer ihn rutschen lässt, bekommt ein Brett. Racing Construction und das geringere Gewicht dürften ihn deutlich leichter biegbar machen als die FIS-Version – der Sinn dieses Skis ist ja, dass ein leichterer, jüngerer oder weniger kräftiger Rennläufer ihn tatsächlich belasten kann –, doch 10-mm-Interface, volle Seitenwangen und der Rennschliff von 0,6°/86° geben ihm weiterhin den direkten, griffigen Charakter eines Rennskis. Blizzard nennt zwei Zielgruppen, „Fortgeschrittene" und „Experten": Skifahrer, die bereits saubere Parallelschwünge mit solider Kantenkontrolle carven. Für weichen Schnee, Buckel oder entspanntes Cruisen ist er nicht gemacht.
Konstruktion & Spezifikationen
- Konstruktion: Racing Construction, Blizzards Stufe unter der FIS Racing Construction (das Laminat wird auf der Produktseite nicht aufgeschlüsselt).
- Kern: Racing Full Woodcore.
- Seitenwange: durchgehende Seitenwange.
- Profil: Full Camber, kein Tip- oder Tail-Rocker.
- Platte: World Cup PC Interface 10 mm, vormontiert; empfohlene Bindung Comp20 / Comp16 RD / Comp12.
- Werksschliff: 0,6° Basis, 86° Seite.
- Maße: 103-65.5-86 mm bei 173, 178 und 183 cm; 102.25-65.5-85.25 mm bei 188 cm.
- Radius: über 23 m bei 173, 178 und 183 cm; über 25 m bei 188 cm.
- Gewicht pro Paar: 3.360 g (173), 3.560 g (178), 3.600 g (183), 3.820 g (188) – also rund 1.680 bis 1.910 g pro Ski mit Platte.
- Preis: 800 € auf blizzard-tecnica.com Deutschland, ohne Bindung.
Für wen & Vergleiche
Der GS Racing passt zu Nachwuchsrennläufern sowie Vereins- und Masters-Rennläufern, die einen Langradius-RS-Ski wollen, der leichter und günstiger ist als ein volles FIS-Modell, und deren Kategorie nicht den Senioren-Radius von 30 m verlangt. Bei Blizzard ist der Firebird GS FIS das schwerere 183/188-cm-Modell mit FIS Racing Construction und der GS R.D. der Weltcup-Ski mit über 30 m; für Nicht-Rennläufer ist der Blizzard Firebird rs ti der Racecarver fürs freie Fahren. Markenübergreifend ist der Atomic Redster g9 fis mit acht FIS-Längen von 152 bis 193 cm der naheliegende Rivale, der Rossignol Hero athlete gs (65 mm, 170–185 cm) deckt dieselbe Spanne von Nachwuchs bis Masters ab, und der Volkl Racetiger gs r in 174–188 cm ist Völkls Antwort in nahezu identischen Längen. Der Nordica Dobermann gsr dc fdt (69 mm, 170–185 cm) ist die etwas breitere Alternative mit Platte.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Dieselbe RS-Taillierung von 103-65.5-86 mm und derselbe Radius über 23 m wie beim Firebird GS FIS.
- Leichtere Racing Construction, 3.360–3.820 g pro Paar, für junge Rennläufer leichter zu biegen.
- Vier Längen von 173 bis 188 cm decken die Spanne von Nachwuchs bis Masters ab.
- World-Cup-PC-Interface-Platte (10 mm) vormontiert, für 800 €.
Kontra
- Ein Langradius-Rennski: in kurzen Schwüngen oder weichem Schnee sinnlos.
- Immer noch 1.680–1.910 g pro Ski mit Platte.
- Rennbindung (Comp20 / Comp16 RD / Comp12) separat zu kaufen.
- Blizzard veröffentlicht keine Laminat-Details, Metalllagen lassen sich auf dem Papier also nicht vergleichen.
Fazit: Der Firebird GS Racing ist der vernünftige RS-Ski für Nachwuchs- und Vereinsrennläufer: FIS-Geometrie und Weltcup-Platte in leichterer Bauweise für 800 €. Zum GS FIS sollte nur wechseln, wessen Kategorie und Kraft es verlangen.
Die Nachbarschaft
die nächsten Ski auf der Karte, nach Charakter — nicht nach MarkeFragen & Meinungen
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