Überblick
Der Fischer Nothing ist ein neuer Freeride-Ski für Experten zur Saison 26/27 – mit einem der seltsamsten Launches des Jahres: Fischers eigene Beschreibung lautet „We have Nothing more to say", der einzige Kundennutzen „Ski it and find out". Hinter dem Marketing steckt ein großer Twintip mit 111 mm Taille in 176 cm, die bis 196 cm auf 113 mm wächst. Fischer stuft ihn für Experten, Freeride / All-Mountain, Off-Piste-Gelände und lange Schwünge ein. Er ist als Flat-Ski oder mit Fischers Attack-14-Bindung erhältlich.
Auf der Piste
Auf dem Papier ist der Nothing dafür gebaut, im weichen Schnee schnell und locker zu fahren. Die Form kombiniert großzügigen Rocker an Schaufel und Ende mit Vorspannung unter der Bindung; er sollte also gut aufschwimmen und leicht drehen, aber auch Kantengriff behalten, wenn der Schnee fester wird. Fischer gibt lange Radien an – 21 m bei 176 cm bis 23 m bei 196 cm – und ordnet ihn als Ski für lange Schwünge ein. Das spricht für Laufruhe bei Tempo statt für schnelle kurze Schwünge. Rezensionen beschreiben einen mittelharten Flex mit viel Pop und einen verspielten, surfigen Charakter im Pulver, dafür weniger Freude an eisigen Tagen. Mit 2100–2430 g pro Ski ist er ein solider Freerider fürs Skigebiet, kein Tourenski.
Konstruktion & Spezifikationen
- Offizielle Daten: Fischer veröffentlicht Maße, Radius und Gewicht, aber bewusst keine Technologieliste.
- Kern und Metall (laut Händler): Holzkern mit Titanal im Mittelteil in einer gabelförmigen Anordnung, übernommen vom Freeride-Chassis von Fischer.
- Form: voller Twintip an Schaufel und Ende.
- Profil: viel Rocker an Schaufel und Ende, Vorspannung unter der Bindung.
- Werkstuning: 87° Seitenkante und 1,2° Belagkante.
- Daten je Länge: 176 cm (141/111/132, 21 m, 2100 g), 186 cm (143/112/134, 22 m, 2250 g), 196 cm (145/113/135, 23 m, 2430 g).
- Alle drei Längen fallen lang aus; leichte oder kleinere Fahrer empfinden schon 176 cm als viel Ski.
Für wen & Vergleiche
Der Nothing passt zu starken Fahrern, die ihre Tage abseits der Piste verbringen, gerne schnell durch weichen und verspurten Schnee fahren und einen Ski wollen, der auch slashen, drehen und switch landen kann. Bei Fischer liegt er zwischen dem Fischer Ranger 108, einem direktionaleren, etwas schmaleren Freerider mit kürzerem Radius, und dem breiteren Fischer Ranger 116, der eher ein reiner Powderski ist. Bei anderen Marken bietet der Moment Deathwish 112 eine ähnliche Mischung aus 112 mm Auftrieb und Laufruhe dank langem Radius, der Volkl Revolt 112 ist ein stärker freestyle-orientierter Twin in gleicher Breite, und der Atomic Bent 110 ist eine leichtere, verspieltere Option für alle, denen Spiel wichtiger ist als Kraft.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Twin-Form mit viel Rocker für Auftrieb und leichtes Drehen.
- Titanal im Mittelteil für Ruhe bei hohem Tempo.
- Lange Radien von 21–23 m passen zu schnellen, offenen Freeride-Schwüngen.
- Vollständige Daten je Länge von Fischer trotz Geheimnis-Marketing.
Kontra
- Schwer für Touren: 2100–2430 g pro Ski.
- Nur drei lange Größen ab 176 cm.
- Der lange Radius macht ihn in engen Wäldern und Buckeln weniger wendig.
- Kein Ski für harte oder eisige Pisten.
Fazit: Der Fischer Nothing ist ein kraftvoller, verspielter Twintip-Freerider für Experten – ein schneller Ski für weichen Schnee zwischen Ranger 108 und Ranger 116, egal was Fischer selbst darüber verschweigt.
Die Nachbarschaft
die nächsten Ski auf der Karte, nach Charakter — nicht nach MarkeFragen & Meinungen
Nutzer-Reviews

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