[review]·2026.07.15

Majesty Superpatrol Carbon — Review

Überblick

Der Majesty Superpatrol Carbon ist die leichtere, carbonverstärkte Version von Majestys 95-mm-Freeride-Tourenski. Er behält dasselbe 4x4 Design Concept und die Cut-Off-Tail-Form (COT) wie der Standard-Superpatrol, wechselt aber zu einem Carbon- und Kevlar-Aufbau, um Gramm zu sparen und Spritzigkeit hinzuzufügen. Das Ergebnis ist ein Ski für Tourengeher, die rund 95 mm Auftrieb unter dem Fuß wollen, ohne das Gewicht eines vollen Freeride-Aufbaus zu tragen. Bei 177 cm wiegt er etwa 1415 g pro Ski, deutlich leichter als die 1580-g-Standardversion, was sein Verhalten sowohl beim Aufstieg als auch in der Kurve verändert.

Mit einem Sidecut von 130/95/112 mm bei 177 cm und einem Radius von 19 m liegt der Superpatrol Carbon in der klassischen Allround-Tourenbreite: breit genug, um in weichem Schnee zu schwimmen, schmal genug, um von Kante zu Kante schnell zu bleiben. Er kommt in 161, 169, 177 und 185 cm, wobei die Taille über die Reihe zwischen 94 und 96 mm liegt.

Leistung im Schnee

In der Abfahrt wirkt der Superpatrol Carbon lebendig und willig. Die Carbon- und Kevlar-Verstärkung gibt ihm Energie aus der Kurve heraus, er belohnt also einen aktiven Skifahrer, der die Schaufel treibt und den Ski zurückfedern lässt. Der semi-hybride Tip-Rocker mit Camber unter dem Fuß macht den Kurveneintritt in weichem Schnee leicht und bewahrt zugleich den Kantengriff auf festeren Passagen, und das flache Cut-Off-Tail steht sicher für Spitzkehren und hält die Linie, wenn man draufsteht. Die 95-mm-Taille schwimmt gut in frischem und windgeprägtem Schnee und bleibt wendig in engen Bäumen und Couloirs.

Bergauf zahlt sich die Gewichtsersparnis am meisten aus. Mit rund 1415 g reduziert der Carbon die Ermüdung an langen Tagen und schwingt leicht für Spitzkehren, und das flache Ende passt sauber zu Fellen. Treibt man ihn hart in wiedergefrorenem Bruchharsch, spürt man den Kompromiss: ein leichterer Carbonski ist weniger dämpfend als der schwerere Standardaufbau, er kann sich also unruhiger anfühlen, wenn der Schnee zerhackt wird. Fahre ihn mit etwas Finesse statt roher Kraft, und er bleibt für seine Klasse gefasst.

Konstruktion & technische Daten erklärt

Der Kern ist Paulownia, gewählt für sein geringes Gewicht, umwickelt mit Carbon- und Kevlar-Verstärkung für Steifigkeit und Energie, plus Textolite-Epoxid-Glasfaser durch den Mittelabschnitt für Torsionsgriff und Dämpfung. Diese Kombination erlaubt es Majesty, dem Standard-Superpatrol Gewicht zu entziehen und dabei eine für die Klasse vernünftige Stabilität zu bewahren. Der Belag ist Majestys IS7200 Fast Base, ein gesintertes Material, das gut gleitet und Wachs hält. Das Profil ist ein semi-hybrider Tip-Rocker mit Camber unter dem Fuß und dem flachen COT-Ende; der Sidecut bei 177 cm ist 130/95/112 mm für einen Radius von 19 m, und die Taille bleibt über die vier Längen im Bereich von 94-96 mm.

Für wen & Vergleiche

Dies ist ein Ski für den gewichtsbewussten Freeride-Tourengeher, der einen 95-mm-Quiver-Ski für gemischte Winter will und kein schweres Brett bergauf schleppen möchte. Wenn dir Spritzigkeit und geringe Masse wichtiger sind als maximale Bruchharsch-Absorption, ist der Carbon die Wahl; willst du mehr Dämpfung und Stabilität bei Tempo und stören dich die zusätzlichen Gramm nicht, ist der Standard-Majesty Superpatrol der Bruder zum Vergleich. Für tiefere Tage ist Majestys breiterer Majesty Supernova Carbon der Carbon-Powdertourer der Familie.

Gegen die Konkurrenz fügt er sich sauber unter die leichten 95-100-mm-Tourer ein. Der Atomic Backland 95 ist ein etwas gutmütigerer Allrounder, der Armada Locator 96 bietet einen ähnlichen Allround-Mix mit verspieltem Charakter, und der DPS Pagoda Tour CFL 100 ist ein breiterer, höherwertiger Carbontourer für alle, die mehr Auftrieb wollen.

Pro, Kontra und Fazit

Pro

  • Leichte 1415 g bei 177 cm sparen Energie bei langen Aufstiegen.
  • Carbon- und Kevlar-Aufbau ergänzt Spritzigkeit und Rückfederung aus Kurven.
  • 95-mm-Taille balanciert Auftrieb und Wendigkeit für gemischte Winter.
  • Flaches Cut-Off-Tail steht sicher für Spitzkehren und Felle.

Kontra

  • Carbon-Aufbau ist in wiedergefrorenem Bruchharsch weniger dämpfend als schwerere Ski.
  • Eine 95-mm-Taille ist ein Kompromiss für die tiefsten Powdertage.
  • Premiumpreis für die Carbonkonstruktion.

Fazit: Der Majesty Superpatrol Carbon ist eine kluge Wahl für Tourengeher, die einen spritzigen, wirklich leichten 95-mm-Ski wollen, der dennoch schwimmt und eine Kante hält. Er tauscht etwas Gelassenheit am Bruchharsch-Tag gegen Gewicht und Energie, aktive Skifahrer mit Finesse holen also am meisten aus ihm heraus. Legst du Wert auf Dämpfung statt Gramm, schau dir den Standard-Superpatrol an; zählen Aufstiegseffizienz und ein lebendiges Gefühl am meisten, ist dies eine starke Wahl.

[specs]4 lengths
lengthstap to switch
readout·185 cm
waist
96mm
varies · 93–96
tip
132mm
varies · 126–132
tail
114mm
varies · 108–114
radius
20.5m
varies · 16–20.5
weight / ski
1580g
varies · 1355–1580 · 3 of 4
[position]1076 / 1128
drag .rotatefull map
[photos]loading…
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