Extrem Drifter 96 — Review
Überblick
Der Extrem Drifter 96 ist die schmalere Begleitung des Drifter 102 und gehört zu Extrems Free-Touring-Programm — ein Carbon-und-Glas-Laminat über einem Paulownia/Pappel-Kern, vermarktet als „leichter Carbon-Ski für lange Touren". Mit 96 mm Mitte und rund 1.235 bis 1.595 g pro Ski über fünf Längen trifft er den Sweet Spot für Skifahrer, die mit einem Ski lange Aufstiege bewältigen und dennoch gut runterfahren wollen. Wie jeder Extrem wird er in Åre, Schweden, von Hand gebaut.
Fahrverhalten
Der Drifter 96 will auf der Kante stehen: 96 mm Mittenbreite, vielseitiger Tip- und Tail-Rocker über Camber unter dem Fuß und 14–18 m Radius je nach Länge. Im Downhill carvt er für einen Ski der 1,5-kg-Klasse sauber auf festem Schnee, und das Carbon-Glas-Layup gibt einen knackigen Schub aus der Kurve statt des toten Gefühls reiner Carbon-Leichtbauten. In weichem Schnee machen der moderate Rocker und das niedrige Schwunggewicht das Surfen und Pivotieren leicht; tiefe Stürme bleiben Aufgabe des breiteren Drifter 102. Die CNC-gefräste Buchen-Bindungsplatte ist für Pin- und Frame-Bindungen ausgelegt — die Touring-Note bleibt hoch, ohne das Abfahrtsgefühl zu opfern.
Konstruktion und Daten
Das Drifter-96-Layup verbindet Pappel und Paulownia mit Prepreg-Glasfaser und Carbon-Laminaten, mit einem sublimierten Isocap-ICP-8210-Topsheet von 0,55 mm. Die Stahlkanten sind 1,9 mm hoch × 1,5 mm breit — schmaler als bei den alpinen Extrems, um Gewicht zu sparen — und die ABS-Seitenwangen sind die gleichen 8,5 mm ID 2500 wie im Rest der Range. Der Belag ist Isospeed 7515 mit der pfeilförmigen Struktur. Eine CNC-gefräste 55 × 650 mm Buchen-Bindungsplatte übernimmt die Montage. Der Mount-Point liegt zwischen -65 mm und -80 mm je nach Länge, und ein ABS-Riser am Heck bietet eine Aufnahme für den Fellclip.
Für wen und Vergleiche
Touring-Skifahrer, die einen Ski für lange Routen wollen, der die Abfahrt dennoch ernst nimmt — kein reiner Powderski, keine reine Race-Touring-Nadel. Gegenüber dem Extrem Drifter 102 ist der 96 leichter, schneller von Kante zu Kante und pistenfreundlicher, zum Preis des Auftriebs; gegenüber dem Extrem Fusion 95 carbon ist der Drifter die stärker touring-orientierte Plattform in derselben Gewichtsklasse; und im Vergleich zum Black diamond Helio carbon 95 ist er aus der Kurve heraus lebendiger dank des Wood-plus-Carbon-Glas-Mixes. Der Head Crux 99 pro ist eine schwerere, stärker piste-verankerte Alternative, wenn die Abfahrt wichtiger ist als die Minuten am Skintrack.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Leicht genug für lange Tage, steif genug für eine harte Abfahrt.
- Fünf Längen von 158 bis 186 — die breiteste Passform in Extrems Touring-Range.
- CNC-Buchen-Bindungsplatte nimmt Pin- und Frame-Bindungen sauber auf.
- Carbon-und-Glas-Layup hält den Ski lebendig statt tot und schwingend.
Kontra
- 96 mm Mittenbreite ist ein Kompromiss — weder Powder-Spezialist noch Race-Touring-Klinge.
- Schmale 1,9 mm Stahlkante erfordert vorsichtigeres Tuning als die alpinen Extrems.
- Schwache Händlerpräsenz außerhalb Schwedens erschwert das Probefahren.
- Keine ab Werk vorgeschnittenen Felle — bringst du selbst mit.
Fazit: Ein ausgewogener 96-mm-Free-Touring-Ski mit handgefertigter schwedischer Konstruktion und der seltenen Kombination aus geringem Gewicht und lebendigem Abfahrtsgefühl. Wähle ihn als schmaleres, pistenorientierteres Pendant zum Drifter 102.

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