Zag Slap 104 — Review
Überblick
Der Zag Slap 104 ist der verspielte Mid-Fat-Freeride-Ski der Slap-Reihe des französischen Herstellers, gebaut im Chamonix Lab und gerichtet an fortgeschrittene bis erfahrene Skifahrer, die einen Soft-Snow-orientierten Daily Driver suchen, der trotzdem die Liftfahrt zurück zum Powder toleriert. Mit 104 mm unter dem Fuß, einem Partial-Twin-Tip und einem Paulownia/Pappel-Wood-Core sitzt er klar im verspielten Freeride-Bereich — verzeihender als ein typischer 104 mit Metalllaminat, richtungsstabiler als ein echter Twin-Freestyle-Ski.
Auf-Schnee-Verhalten
Radien von 16 m (164 cm) bis 20 m (188 cm) decken das gesamte Spektrum ab, von mittel-engen Tree-Slashes bis zu längeren offenen Bögen. Mit 30% Tip-Rocker und 25% Tail-Rocker plus moderater Vorspannung ist der Slap 104 am glücklichsten, wenn unter den Kanten etwas Weiches liegt — gehakelter Resort-Schnee, 15–30 cm Neuschnee oder wind-beeinflusster variabler Schnee. Auf der Piste verlangt der leichtere Wood-Core-Bau aktives Fahren, statt dass der Ski den Fahrer trägt; Belohnung sind leichtes Schwunggewicht im engen Gelände und einfache Slarves. Der Flex 2/5 des Herstellers stellt ihn auf die nachsichtige Seite des Freeride-104-Segments.
Konstruktion und Specs erklärt
Unter dem Topsheet verwendet Zag denselben Paulownia–Pappel-Wood-Core wie der Rest der Slap-Reihe — Paulownia für niedriges Gewicht, Pappel für Steifigkeit nahe der Kante — in einer Semi-CAP-Sandwich-Bauweise. Kein Metalllaminat; multiaxiales Fiberglas liefert Verwindungssteifigkeit und Energierückgabe, ABS-Seitenwangen übernehmen den Kantenkontakt, und der gesamte Aufbau hält das Gewicht pro Ski zwischen 1.620 g (164 cm) und 1.990 g (188 cm). Leicht bis mittel für einen 104, was ihn touringfähig und verspielt macht, aber auch seine Stabilitätsdecke bei hohem Tempo auf festem Schnee definiert.
Für wen & Vergleiche
Der Slap 104 passt zu fortgeschrittenen bis erfahrenen Freeride-Skifahrern, die leichtes Schwunggewicht und Soft-Snow-Schwimmleistung über Hartschnee-Präzision stellen. Verglichen mit dem Nordica Enforcer 104 unlimited gibt er etwas Metalllaminat-Stabilität für mehr Verspielheit auf; gegenüber dem Head Kore 104 Ti W ist er stärker freeride-rockernd und etwas nachsichtiger; der Armada Arv 100 ist park-orientierter, während der Slap 104 freeride-first bleibt.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Starke Soft-Snow-Leistung.
- Vielseitigkeit durch Partial-Twin-Tip.
- Leichtes Schwunggewicht für einen 104.
- Französische Fertigungsqualität aus dem Chamonix Lab.
Kontra
- Stabilitätsdecke bei hoher Geschwindigkeit auf festem Schnee.
- Langer Radius in der längsten Größe ungeeignet für Kurzschwung-Fans.
- Eingeschränkte Markenpräsenz außerhalb Europas.
Fazit: ein ausgewogener verspielter Freeride-104 für Skifahrer, die einen Soft-Snow-orientierten Ein-Ski-Quiver wollen, ohne ganz in ein reines Big-Mountain-Board zu rutschen.

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