Majesty Supernova Carbon — Review
Überblick
Der Majesty Supernova Carbon ist der breiteste und am stärksten powderorientierte Ski in Majestys Tourenlinie — eine echte Freerando-Float-Maschine, gebaut rund um das 4x4 Design Concept der Marke und eine Cut-Off-Tail (COT) Form. Mit einer Mittelbreite um die 103 mm (je nach Länge etwa 100-105 mm) und einem Full-Carbon-Aufbau will er Backcountry-Skifahrern echten Tiefschneeauftrieb bieten, ohne die Aufstiegsstrafe, die man normalerweise für einen Ski dieser Breite zahlt. Er kommt in 161, 169, 177 und 185 cm, es gibt also eine Länge für kleinere wie größere Fahrer. Das ist der Ski für alle, die aufsteigen, um sich Powderschwünge zu verdienen, und eine breite Plattform wollen, die trotzdem willig steigt.
Fahrverhalten im Schnee
Das prägende Merkmal des Supernova Carbon ist, wie leicht er sich für seine Breite anfühlt. Mit etwa 1540 g pro Ski in der 177-cm-Länge steigt er eher wie ein schmalerer Tourenski, sodass lange Aufstiege und Spitzkehren machbar statt strapaziös wirken. Bergab liefern die 103 mm Mittelbreite und 250 mm Tip-Rocker echten Auftrieb in tiefem, weichem Schnee, planen früh auf und bleiben oben statt einzutauchen. Der Camber unter dem Fuß hält ihn lebendig und gibt Grip, wenn der Schnee fester wird, während das flache Cut-Off-Tail verhindert, dass der Ski zu lang wirkt, und ihm hilft, sauber aus der Kurve zu kommen. Das ist ein direktionaler, für sein Gewicht steifer Ski, der eine nach vorn gerichtete, treibende Haltung belohnt — er pflügt durch offene Powderfelder und hält bei Tempo die Linie, statt gesmeart werden zu wollen. Der Radius von 19,6 m bei 177 cm gibt ihm eine stabile, mittlere bis lange Schwungform, die zu großem, offenem Gelände passt.
Konstruktion & Daten erklärt
Der Supernova Carbon verdient seinen Namen ehrlich: Der Aufbau ist Vollkarbonfaser ohne jegliches Fiberglas, mit biaxialem Carbon in 0, 30 und 45 Grad ausgerichtet, um Steifigkeit und Torsionsverhalten in verschiedenen Richtungen abzustimmen. Dieses Carbon liegt über einem leichten Holzkern aus Paulownia und Pappel, der Kombination, die das Gewicht niedrig hält und zugleich ein direktionales, energiegeladenes Gefühl bewahrt. Der Belag ist ein schnelles gesintertes IS7200-Material, und Textolite-Platten verstärken die Montage- und Kantenbereiche. Bei 177 cm misst der Sidecut 136/103/120 mm mit 19,6 m Radius, und das Profil kombiniert einen langen 250-mm-Tip-Rocker mit Camber unter dem Fuß und dem flachen COT-Tail. Das Ergebnis ist ein Ski, der gezielt darauf ausgelegt ist, für eine 103-mm-Plattform bemerkenswert leicht zu sein.
Für wen & Vergleiche
Das ist ein Ski für den powderorientierten Tourengeher — jemanden, der Auftrieb und Abfahrtsdrang über die letzten Gramm bei einem skimo-artigen Aufstieg stellt. Wer einen leichteren, schmaleren Carbon-Tourenski für gemischtes Gelände will, findet im Majesty Superpatrol Carbon den natürlichen Bruder, während der Majesty Vanguard 108 Carbon ein schwererer, mehr freeride-orientierter Stallgefährte für alle ist, die härter abfahren als aufsteigen. Auf dem breiteren Markt sind der DPS Pagoda Tour CFL 100 und der DPS Pagoda Tour CFL 105 die nächsten Carbon-Touren-Rivalen in diesem Breitenband, und der Atomic Backland 107 ist ein naheliegender Quervergleich für einen leichten, breiten Touren-Float-Ski.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Bemerkenswert leicht für einen 103-mm-Ski dank des Full-Carbon-Aufbaus.
- Echter Tiefschneeauftrieb durch den 250-mm-Tip-Rocker und die breite Mitte.
- Steigt wie ein schmalerer Ski, sodass lange Aufstiege machbar bleiben.
- Steif und direktional, hält die Linie und pflügt bei Tempo.
Kontra
- Der All-Carbon-Aufbau kann in wechselhaftem Bruchharsch hart und wenig gedämpft wirken.
- Mit 103 mm ist er auf langen Aufstiegen immer noch schwerer und langsamer als reine Skimo-Ski.
- Premiumpreis gegenüber leichteren, schmaleren Tourern.
- Der direktionale Charakter ist für Fahrer, die gern smearen und buttern, weniger verspielt.
Fazit: Der Majesty Supernova Carbon ist ein fokussierter Tiefschnee-Tourenski, der ein seltenes Kunststück vollbringt: Er schwimmt und pflügt wie ein breiter Freeride-Ski und steigt zugleich wie etwas viel Schmaleres. Wenn deine Priorität darin liegt, dir Powderschwünge zu verdienen und in der Abfahrt hart zu treiben, ist er eine ausgezeichnete Wahl. Fahrer, die maximale Dämpfung in zerfahrenem Schnee oder das absolut leichteste Skimo-Setup suchen, sollten die Kompromisse abwägen, aber für echten Freerando-Float steigen nur wenige Ski dieser Breite so willig.

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