Majesty Havoc 110 Carbon — Review
Überblick
Der Majesty Havoc 110 Carbon ist ein breiter Freeride-Ski für weichen Schnee, gebaut für zwei Aufgaben: an einem Powdertag Lifte nutzen und sich am Fell die Turns verdienen. Volle 110mm unter dem Fuß stellen ihn klar in die Kategorie Tiefschnee und Mischbedingungen, doch der ganze Sinn dieser Version ist, dass sie dank Carbon-getriebenem Aufbau leicht bleibt. Wo der Titanal-verstärkte Havoc 110 Ti für Dämpfung und Masse auf Metall setzt, spart die Carbon-Version Gramm, damit man ihn leicht dirigieren und mit ihm aufsteigen kann, ohne oben kaputte Beine zu haben.
Das Ergebnis ist ein Ski, der schwebend und energisch wirkt statt schwer und verankert. Er hat viel Auftrieb, kommt schnell oben auf weichem Schnee und bleibt überraschend wendig für seine Breite. Im Kern bleibt er ein direktionaler Ski, der die Falllinie fahren und angreifen will, nicht drehen und buttern.
Fahrverhalten im Schnee
In seinem Element — unverspurter oder leicht verspurter weicher Schnee — glänzt der Havoc 110 Carbon. Die großzügige Breite und der semi-hybride Schaufel-Rocker sorgen für leichtes Aufschwimmen, sodass man zentriert bleibt, statt die Schaufeln zurück an die Oberfläche zu kämpfen. Der progressive 4Radius-Sidecut von etwa 22m verbindet mittlere bis lange Bögen natürlich, lässt sich aber auch in kürzere Turns biegen, wenn das Gelände enger wird.
Weil er leicht ist, fühlt er sich lebendig und schnell von Kante zu Kante an und belohnt einen aktiven, energischen Fahrer, der gern slasht und die Richtung wechselt. Er bleibt direktional und angriffslustig, wenn man eine Linie einleitet, und hält einen sauberen Bogen durch weichen Schnee bei Tempo. Die Kompromisse sind die ehrlichen eines leichten, breiten Carbon-Skis: auf harter Piste sind die 110mm-Plattform und der Carbon-Aufbau weniger präzise und weniger gedämpft als ein Metall-Ski, und in schwerem, aufgewühltem Schnee bei hohem Tempo kann das leichte Chassis abgelenkt werden, wo ein schwererer Ski durchpflügt. Reguliere dein Tempo im Groben, und er bleibt gefasst.
Konstruktion und Spezifikationen erklärt
Dieser Ski nutzt Majestys 4x4 Design Concept. Der Kern ist Paulownia mit Pappel-Einlagen — Paulownia hält das Gewicht niedrig, während die Pappel-Stringer dort Festigkeit und etwas Dämpfung hinzufügen, wo es zählt. Um diesen Kern liegen Triax- und Quadrax-Fiberglas plus ein voller Biax-Carbon-Aufbau, was dem Ski sein leichtes, spritziges, energisches Gefühl gibt. Semi-Cap-Seitenwangen balancieren Kantengriff gegen Gewicht, und Textolite-Bindungsplatten bieten eine solide, schraubenhaltende Montagefläche.
Das Profil ist ein semi-hybrider Schaufel-Rocker mit Camber unter dem Fuß: die gerockerte Schaufel schwimmt auf und initiiert im weichen Schnee, während der Camber den Ski für Grip und Pop mit dem Schnee verbunden hält. Bei 176cm beträgt der Sidecut 140/110/125mm mit einem repräsentativen Radius von etwa 22m, und der Ski wiegt bei dieser Länge rund 1825g pro Ski — echt leicht für einen 110mm-Freeride-Ski, was der ganze Grund ist, diese Version zu wählen. Die Längen sind 166, 171, 176, 181, 186 und 191cm.
Für wen & Vergleiche
Der Havoc 110 Carbon ist für den Freerider, der seine Zeit zwischen Lift und Fell aufteilt und einen breiten Ski will, der gut schwimmt, ihn aber am Aufstieg nicht bestraft. Wer Auftrieb, Wendigkeit und geringes Gewicht über maximale Dämpfung stellt, greift hier zu. Wer meist Lifte fährt, härteren Schnee skiert oder hart durch Bruchharsch angreift und mehr Dämpfung und Halt will, schaut zum Majesty Havoc 110 Ti, dem Titanal-verstärkten Schwestermodell. Wer denselben Charakter in einer schmaleren, allroundtauglicheren Taille will, für den ist der Majesty Havoc 100 Carbon die Alltagsoption.
Gegenüber dem breiteren Markt steht er zwischen Metall-Laminat-Freeridern wie dem Nordica Enforcer 110 free und dem Blizzard Rustler 11, beide gedämpfter und resort-lastiger, und dem K2 Mindbender 108Ti, einer weiteren Titanal-Option — der Havoc tauscht etwas von deren Hartschnee-Gelassenheit gegen geringeres Gewicht und Tourentauglichkeit.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Viel Auftrieb und leichtes Aufschwimmen im weichen Schnee.
- Echt leicht für einen 110mm-Ski, also gut zum Touren und Aufsteigen.
- Energisch, lebendig und schnell von Kante zu Kante für seine Breite.
- Direktional und angriffslustig, wenn man eine Linie einleitet.
Kontra
- Weniger präzise und weniger gedämpft als ein Metall-Ski auf harter Piste.
- Der leichte Aufbau kann in schwerem Bruchharsch bei Tempo abgelenkt werden.
- Direktionaler Charakter, kein verspielter oder switch-orientierter Ski.
Fazit: Der Majesty Havoc 110 Carbon ist eine kluge Wahl für den Fahrer, der einen breiten, schwebenden Freeride-Ski will, der leicht genug zum Touren ist. Er liefert viel Auftrieb, lebendige Energie und echte Wendigkeit für seine Breite und bleibt direktional und selbstsicher, wenn man ihn bergab richtet. Akzeptiere, dass ein Carbon-und-Paulownia-Aufbau gegenüber einem Metall-Ski etwas Dämpfung und Hartschnee-Präzision abgibt, und du erhältst ein vielseitiges Weichschnee-Werkzeug, das am Fell genauso glücklich ist wie am Lift.

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