Armada Antimatter 108 — Review
Überblick
Der Armada Antimatter 108 ist ein direktionaler, satter Metall-Freerideski für Fahrer, die die Schaufel belasten und Gas geben wollen. Er besetzt das Mid-Fat-Segment der brandneuen AntiMatter-Kollektion, die die langjährige Declivity-Reihe ersetzt. Mit 108 mm Mittelbreite und einem langen, geduldigen Radius ist er als Crusher für wechselnden Schnee gedacht, nicht als verspielter Park- oder Butter-Ski. Die Form deutet auf einen Ski hin, der eine engagierte, vorwärtsgerichtete Haltung verlangt und Tempo sowie Linienvertrauen mehr belohnt als langsames Pivotieren.
Leistung im Schnee
Auf dem Papier ist das ein Charger für große Radien. Der lange Radius und das Titanal-Laminat sollten für eine satte, ruhige Fahrt durch Chop, Crud und windbeeinflussten Schnee sorgen und die Linie halten, wo leichtere Ski abgelenkt werden. Erwarte starke Freeride-Manieren und soliden Auftrieb im weichen Schnee, wobei die 108-mm-Plattform verlässlichen Powdersupport bietet, ohne ein reiner Tiefschneeski zu werden. Ein Pisten-Spezialist ist er nicht: Auf harter Piste carvt er bei Tempo sauber, fühlt sich aber abseits der Piste am wohlsten statt in kurzen Slalombögen. Die Verspieltheit ist moderat — es gibt genug Tip- und Tail-Rocker, um Kurven zu lösen und in weichen Schnee einzutauchen, aber zum Buttern oder Switch ist er nicht gebaut. Die Ansprüche liegen im fortgeschrittenen Bereich: Er verlangt einen aktiven, treibenden Piloten, ist aber kein strafendes Experten-Brett.
Aufbau & Specs erklärt
Der Antimatter 108 nutzt einen Holzkern aus 100% Pappel, kombiniert mit einer einzelnen Speedmetal-Titanal-Laminatlage für Dämpfung und Kraft, dazu eine durchgehende AR100-Seitenwange für Kantengriff und Stabilität. Der Belag ist ein schneller S7-Sinterbelag, veredelt mit einer All Mountain Edge. Die Maße betragen 130/108/121 mm in allen Längen. Der Radius wächst mit der Größe — 22 m bei 176 cm, 24 m bei 184 cm und 26 m bei 191 cm — und bestätigt den langen, direktionalen Charakter. Die Gewichte pro Ski liegen bei 2130 g (176), 2175 g (184) und 2270 g (191), klar im Charger-Bereich und nicht im leichten Tourensegment. Verfügbare Längen sind 176, 184 und 191 cm.
Für wen & Vergleiche
Das ist ein Ski für direktionale Freerider, die metallgestützte Stabilität in wechselndem Schnee wollen. Verglichen mit dem K2 Mindbender 108Ti, der bei 108 mm ähnlich metallig und direktional, aber noch anspruchsvoller und weniger lebendig ist, wirkt der Antimatter eine Spur zugänglicher. Der Head Kore 106 Ti ist leichter und wendiger, schneller von Kante zu Kante, aber weniger satt bei Tempo — die Wahl für alle, die Agilität über reine Dämpfung stellen. Wer Auftrieb im weichen Schnee priorisiert und härter chargen will, findet im breiteren Nordica Enforcer 110 free eine powderlastigere, aggressivere Alternative.
Pro, Kontra und Fazit
Pro
- Satter, ruhiger Charakter in Chop und wechselndem Schnee.
- Langer direktionaler Radius belohnt schnelles, engagiertes Fahren.
- Verlässlicher Auftrieb im weichen Schnee dank 108-mm-Plattform.
- Titanal-Laminat bringt Stabilität ohne unnötiges Gewicht.
Kontra
- Langer Radius erschwert enge Kurven bei niedrigem Tempo.
- Nicht für Park, Butter oder Switch gebaut.
- Verlangt eine aktive, vorwärtstreibende Haltung.
- Zu schwer für dedizierten Toureneinsatz.
Fazit: Der Armada Antimatter 108 ist ein selbstbewusster, direktionaler Metall-Freeride-Charger, der in wechselndem Schnee und großen, schnellen Kurven glänzt. Wähle ihn, wenn du deine Ski treibst und ruhige Stabilität bei Tempo willst; schau dich anderswo um, wenn du einen verspielten, langsamen oder tourentauglichen Ski suchst.

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