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Von Evelien Jansen

Rossignol Forza 30D Test

Der Rossignol Forza 30D (V‑CA / Xpress) ist ein zugänglicher Pisten‑Carver, der schnelle Kantenwechsel mit verlässlichem Kantengriff kombiniert. 74 mm unter der Bindung, eine ausgeprägte Taillierung und ein subtiler Tip‑Rocker sorgen für intuitive Schwungeinleitung, lebendiges Fahrgefühl und viel Vertrauen – ideal für Aufsteiger, aber auch für geübte Carver noch spaßig.

Für wen?

  • Fortgeschrittene Einsteiger bis gute Pistenskifahrer, die kurze bis mittlere Radien lieben und ihr Carving verfeinern möchten.
  • Fahrer, die einen leichten, fehlerverzeihenden Ski mit solidem Biss auf hartem Untergrund suchen.
  • Wiedereinsteiger und Skilehrer/Schüler, die Fortschritte ohne einen „strafenden“ Metallski wollen.

Weniger ideal für:

  • Sehr aggressive Schnellfahrer/Ex‑Rennläufer – hier punkten gedämpfte Metall‑Laminat‑Ski (z. B. Forza 60V/70V, Head e‑Speed).
  • Abseits und Tiefschnee – 74 mm Mittelbreite ist klar frontside‑orientiert.

Fahreindruck auf der Piste

  • Carving & Radien: Die große Taillierung und die schmale Taille begünstigen rasche Kantenwechsel und präzise Kurz‑ bis Mittelschwünge. Radien: 11 m (148) bis 15 m (179) – damit wählt man leicht die Linie.
  • Kantengriff & Stabilität: CARBON BEAM und V‑FIBERGLASS liefern ordentliche Torsionssteifigkeit für harte Morgenpisten und vereiste Stellen. Es gibt eine klare Komfortzone – hohe Schräglagen wirken sicher –, für Renn‑Tempo fehlt dann die Metall‑Dämpfung.
  • Schwungeinleitung & Fehlertoleranz: Der leichte Tip‑Rocker (~5%) zieht geschmeidig in den Schwung und erlaubt sanfte, driftende Ausgänge. Das Skiende greift sauber, ohne zu beißen.
  • Gemischte Bedingungen: Auf präparierter Piste glänzt der Ski. In zerfahrener oder nasser Frühjahrsschnee bleibt er kontrollierbar, wirkt aber leichter und etwas lebendiger als schwere Frontside‑Modelle.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Schnelles, vertrauenerweckendes Einkanten; unkomplizierte Schwungeinleitung.
  • Leichtes Cap‑Gefühl: fehlerverzeihend und kraftschonend.
  • Spürbare Geschwindigkeitsgrenze vs. Metall‑Konkurrenz.
  • Am besten in kurzen bis mittleren Radien auf fester bis gemischter Piste.

Aufbau & Technik

  • PEFC‑Pappelholzkern: lebendig, leicht, mit natürlicher Dämpfung.
  • CARBON BEAM + V‑FIBERGLASS (V‑Profile): gezielte Stabilität, Kantengriff und Pop bei geringem Gewicht.
  • MAXICAP/Cap‑Sidewalls: robuster Topsheet, leichteres und zugängliches Fahrgefühl.
  • Premium HARDTOP, integrierter Spit­zenschutz; gesinterter Belag auf manchen Regionalseiten gelistet.
  • Häufig im Set mit XP11 GW Xpress‑Bindungen – Angebot prüfen.

Technische Daten erklärt

  • Rocker‑Profil (Piste/Tip Rocker): ca. 95% klassischer Camber für Grip/Energie; ~5% Tip‑Rocker für leichte Einleitung.
  • Schaufel/Taille/Ende (125–126/74/111 mm): schmale Taille = schnelle Kantenwechsel; breitere Schaufel/Ende = kräftige Carve‑Turns. Schaufelbreite variiert regional (125/126 mm) – praktisch ohne Relevanz.
  • Radien je Länge (m): 148=11, 156=12, 164=13, 171=14, 179=15. Kürzer = engere, schnellere Schwünge; länger = mehr Laufruhe.
  • Gewicht: ca. 1,45–1,65 kg pro Ski (längenabhängig), ~1,6 kg bei 171 cm; ~2,9–3,3 kg pro Paar. Agil, aber ausreichend substanzvoll für Pisten‑Tempo.
  • Längen: 148, 156, 164, 171, 179 cm.

Längen‑ & Montageempfehlung

  • Fortgeschrittene Einsteiger: Kinn‑ bis Nasenhöhe (oft 164/171 cm) für Wendigkeit und Vertrauen.
  • Fortgeschrittene/Schwerere: Nase bis Körpergröße (171–179 cm) für mehr Stabilität bei Tempo.
  • Die Xpress‑Markierung passt sehr gut für vielseitiges Pisten‑Carving.

Vergleiche

  • Rossignol Forza 40D/60V: 40D bietet mehr Stabilität/Biss; 60V/70V mit Metall sind deutlich gedämpfter und fordernder. 30D ist das zugänglichste Modell der Serie.
  • Salomon S/Max 10: Ähnliche Zielgruppe; etwas festeres Skiende und mehr Biss beim S/Max 10, der Forza 30D fährt lockerer und verzeiht mehr.
  • Head Supershape e‑Magnum: Mehr Präzision und Dämpfung (und teurer); der Forza 30D ist leichter und ermüdungsärmer über den Tag.
  • Atomic Redster Q7 Revoshock C: Etwas gedämpfter in zerfahrener Piste; Forza 30D ist spritziger von Kante zu Kante und sehr intuitiv.

Häufige Fragen

F: Ist der Rossignol Forza 30D für Intermediates geeignet?
A: Ja. Einfache Schwungeinleitung plus verlässlicher Kantengriff machen den Rossignol Forza 30D ideal, um Carving‑Technik aufzubauen, ohne zu strafen.

F: Welche Länge soll ich wählen?
A: Kinn‑ bis Nase für Agilität; Richtung Körpergröße gehen, wenn du schwerer/schneller bist oder mehr Laufruhe bevorzugst.

F: Wie schlägt er sich auf Eis?
A: Für seine Klasse sehr ordentlich. Carbon‑Verstärkung und starker Sidecut helfen der Kante. Ein frischer Service bringt spürbar mehr Grip.

F: Ist er off‑piste nutzbar?
A: Kurze Abstecher sind ok, aber mit 74 mm Mittelbreite fühlt er sich auf präparierten Pisten am wohlsten.

Fazit

Der Rossignol Forza 30D ist ein moderner Frontside‑Carver: leicht, freundlich und leistungsfähiger als erwartet. Er belohnt Technik, fördert Fortschritt und macht auch Fortgeschrittenen Spaß, die Kurvenqualität über Höchsttempo stellen. Wer maximale Dämpfung und Renn‑Pace will, greift höher in der Forza‑Linie oder zu Metall‑Laminat‑Konkurrenz. Für alle anderen: ein überzeugender Pisten‑Allrounder für jeden Tag.

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