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Von Evelien Jansen

Völkl Peregrine 72 – Test

Überblick

Der Völkl Peregrine 72 ist ein frontside-/pistenorientierter All‑Mountain‑Carver für fortgeschrittene bis sehr gute Fahrer, die Präzision, hohe Laufruhe und bissigen Kantengriff schätzen. Mit 72 mm Mittelbreite, Full‑Titanal und 3D.GLASS fährt er gedämpft, spurtreu und sauber auf harter Piste. Er verlangt aktiven Fahrstil—wer ihn drückt, wird mit Ruhe und Genauigkeit belohnt.

Aufbau & Technik

  • Multilayer Holzkern + Full Titanal: Hohe Dämpfung, Torsionssteifigkeit und Grip; sehr stabil bei Tempo.
  • 3D.GLASS (Schaufel/Ende): Mehr Rebound und Torsionssupport ohne Nervosität.
  • Tailored Carbon Tips (bei höheren/„Master“ Varianten): Zielgerichtete Steifigkeit, reduziertes Schwunggewicht für präzises Einlenken.
  • Vollständige Seitenwange (ABS): Direkte Kraftübertragung und Haltbarkeit.
  • rMotion (Marker) Platte: Mehr Hebel/Kantendruck; etwas Gewicht, aber deutlich mehr Präzision.
  • Sinterbelag P‑Tex 4504: Schnell, robust, wachst gut.
  • 3D‑Radius‑Konzept: Erleichtert kurze, mittlere und längere Radien ohne Fixierung auf einen Radius.

Fahreigenschaften

  • Präparierte Piste: Früher Zug auf die Kante, sehr ruhiger Lauf mit wachsender Geschwindigkeit. Liebt mittlere bis lange Radien, kann aber auch kurz.
  • Eis & Hartschnee: Überragender Halt. Titanal + 3D.GLASS minimieren Flattern.
  • Nachmittagshaufen: 72 mm ist schmal, aber Masse und Metall schneiden durch. Das Ende schließt kräftig—zentriert bleiben.
  • Buckel: Für Experten machbar, aber kein Buckelski; die starke Endenpartie verzeiht wenig Rücklage.
  • Weicher Schnee: Okay bei dünner Auflage auf Piste, aber wenig Off‑Piste‑Float.
  • Fahrgefühl: Mehr gedämpft als verspielt; gibt Energie zurück, wenn aktiv gefahren.

Für wen?

  • Aggressive Pistencarver und Ex‑Rennläufer, die Kantenpräzision, Stabilität und Sicherheit auf hartem Untergrund wollen.
  • Weniger ideal für vorsichtige Fortgeschrittene oder Driftskifahrer.

Längenberatung

  • Für Stabilität/Allround: etwa Körpergröße (z. B. 173 cm bei ~178–182 cm Körpergröße).
  • Für SL‑Agilität: 5–10 cm unter Körpergröße.
  • Schwere/starke oder sehr schnelle Fahrer: eher länger; leichtere/weniger aggressive: kürzer.

Vergleiche

  • Head Supershape e‑Magnum (72 mm): Head ist lebendiger und „poppiger“; Peregrine 72 ruhiger und bissiger auf Eis.
  • Atomic Redster X9 S: Atomic ist noch schneller von Kante zu Kante mit mehr Rebound; Völkl bügelt Vibrationen besser weg.
  • Fischer RC4 The Curv (DTX/Pro): Fischer wirkt rennlastiger/„locked‑in“; Völkl ist dank Rocker/3D‑Radius etwas variabler in den Radien.
  • Nordica Dobermann Spitfire 70 Pro: Am forderndsten/rennorientiert; Peregrine hat eine etwas größere Komfortzone und einfachere Auslösung.

Spezifikationen und Bedeutung

  • Rockerprofil: Schaufel‑ & Endenrocker mit Camber unter der Bindung – Schnelles Einlenken/leichteres Ausleiten bei starkem Camber‑Grip.
  • Sidecut (Schaufel‑Mitte‑Ende): ca. 125/72/103 mm (manche Varianten 122 mm Schaufel) – Schmale Mitte = flinke Kantenwechsel; kräftiges Ende = starker Kurvenabschluss.
  • Radius (je Länge): 12,7 m (158), 13,5 m (163), 14,5 m (168), 15,4 m (173), 16,4 m (178) – Kurz bis mittel; länger = noch ruhiger bei Tempo.
  • Gewicht: ca. 3025–3285 g pro Ski inkl. Bindung je nach Länge (≈3205 g bei 173 cm gemeldet) – Mehr Masse = mehr Dämpfung/Stabilität.
  • Aufbau: Full Titanal, 3D.GLASS, Vollseitenwange, P‑Tex 4504, rMotion Platte – Premium‑Grip, Kraftübertragung und Gleiten.
  • Längen: 158/163/168/173/178 cm (einige „Master“: 168/173/178) – Wahl je nach Stabilität vs. Agilität.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Carving‑Autorität: Sehr präzise, ruhig, mit exzellentem Kantengriff.
  • Anspruchsvoll: Belohnt Technik; starkes Skiende.
  • Pistenfokus: Großartig auf präpariert/hart; limitiert im Tiefschnee.
  • rMotion‑Platte: Mehr Kantendruck/Präzision, etwas Mehrgewicht.

Häufige Fragen

F: Wie schlägt sich der Völkl Peregrine 72 auf Eis?
A: Hervorragend. Full Titanal, 3D.GLASS und 72‑mm‑Mitte liefern den im Völkl Peregrine 72 Test gelobten Grip und Ruhe auf eisigen Pisten.

F: Ist er für Fortgeschrittene geeignet?
A: Für starke Fortgeschrittene, die Carving lernen/vertiefen wollen. Wer eher entspannt driften will, greift zu einem verzeihenderen Carver oder breiterem Modell.

F: Welche Länge soll ich wählen?
A: Um Körpergröße für Allround/Tempo; 5–10 cm kürzer für SL‑Agilität; länger für schwere/sehr schnelle Fahrer.

F: Unterschied Standard, Black, Master?
A: Unterschiede bei Schaufelbreite (125 vs. 122 mm) und Materialien (Master u. a. Eschenkern, Carbon‑Tips). Master: am steifsten/energischsten, am forderndsten.

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