Salomon Strive 16 Test
Die Salomon Strive 16 ist eine Multi‑Norm (MN) Alpinbindung mit sehr niedriger Bauhöhe, hoher Elastizität und breiter Sohlen‑Kompatibilität. Mit DIN 7–16, der flachen LDN‑Vorderbacke und robusten Materialien zielt sie auf fortgeschrittene bis sehr sportliche Fahrer, die breite Ski mit Druck fahren und zuverlässige Auslösung verlangen.
Für wen?
- Fortgeschrittene/Experten im All‑Mountain/Freeride, die schnell und hart fahren.
- Fahrer, die hohe Elastizität (47 mm) schätzen, um Pre‑Release zu reduzieren.
- Skifahrer mit unterschiedlichen Sohlen (Alpin, GripWalk, ISO 9523), die eine Bindung für alles möchten. Keine Pin/Tech‑Tourenbindung.
Fahreindruck
Die ultraflache LDN‑Toe senkt den Schwerpunkt und vermittelt ein direktes, sattes Schneegefühl mit sicherer Kantenführung auf harter Piste. Breites Vorderpedal und 72‑mm‑AFD übertragen Kraft effizient – besonders auf breiten Ski. In zerfahrener Schneelage sorgt die große Elastizität für Verbindung ohne unerwünschte Auslösungen und ein ruhiges, kontrolliertes Feedback bei hohem Tempo.
Technik & Features
- LDN Toe (ultraflaches Profil): niedrige Standhöhe, direkter Snow‑Feel.
- 47 mm elastischer Weg an der Spitze: dämpft Schläge und mindert Pre‑Release.
- 72 mm AFD + breites Vorderpedal: große Auflage für effiziente Kraftübertragung.
- Multi‑Norm (MN): kompatibel mit Alpin (ISO 5355), GripWalk (ISO 23223) und Touring (ISO 9523).
- Automatische Backen-/Flügel‑Justage, gleitendes AFD: einfache Einstellung, konstante Reibung.
Spezifikationen und Bedeutung
- DIN 7–16: definiert den Auslösebereich; ideal für schwerere/schnellere oder aggressive Fahrer. DIN immer vom Profi einstellen lassen.
- Elastischer Weg 47 mm: mehr „Spiel“ vor Auslösung, bessere Haltekraft im harten Gelände und bei Landungen, trotzdem planbare Auslösung.
- Bremsen 100/115/130 mm: 5–15 mm breiter als die Skimittelbreite wählen.
- Gewicht ~2250 g/Paar (≈1125 g je): solide und langlebig; nicht ultraleicht, passend für All‑Mountain/Freeride.
- Kompatibilität ISO 5355/23223/9523: passt zu Alpin, GripWalk und Tourensohlen (ohne Pins). Kein Gehmodus.
- Materialien (faserverstärktes Polyamid + Metall‑Fersenteile): robust und schlagfest.
Vergleiche
- Look Pivot 15/18: berühmt für Elastizität an der Ferse und Retention bei Landungen. Die Strive steht niedriger, ist leicht einzuklicken und unterstützt mehr Sohlentypen. Pivot für das spezielle Rotations‑Fersen‑Feeling, Strive für Low‑Profile und MN‑Vielseitigkeit.
- Marker Jester 16: beide sind Freeride‑Klassiker. Die Strive punktet mit niedrigerem Schwerpunkt und MN (inkl. ISO 9523). Jester bleibt eine feste Größe; Entscheidung nach Fahrgefühl und Sohle.
- Tyrolia Attack 16/17: ähnlich niedrige Bauhöhe und starke Kantendynamik. Die Strive bietet zusätzlich MN inkl. ISO 9523. Attack 14 ist leichter, jedoch mit niedrigerem DIN.
Mögliche Nachteile
- Keine Tourenbindung: kein Pin‑System, kein Gehmodus.
- Gewicht nicht auf „Ultra‑Light“ getrimmt.
- Preis im oberen Segment für All‑Mountain/Freeride.
Wichtigste Punkte
- Sehr niedrige Bauhöhe: präzise Kantenkontrolle.
- 47 mm Elastizität: starke Haltekraft, planbare Auslösung.
- MN‑Kompatibilität: Alpin, GripWalk und ISO 9523.
Häufige Fragen
F: Welche Bremsenbreite soll ich wählen?
A: Als Faustregel 5–15 mm breiter als die Mittelbreite des Skis. Liegt dein Ski zwischen zwei Größen, nimm die größere, damit nichts schleift.
F: Funktioniert die Strive 16 mit Tourenschuhen?
A: Ja, sofern ISO 9523. Die Strive 16 ist jedoch keine Tech/Pin‑Bindung und hat keinen Gehmodus; sie ist für Abfahrten gedacht.
F: Strive 14 oder 16?
A: Liegt dein empfohlenes DIN um/über 10 oder fährst du schwer/schnell/aggressiv, bietet die 16 (7–16) mehr Reserve. Für niedriges DIN reicht die 14.