Rossignol Sender Free 118 – Testbericht
Überblick
Der Rossignol Sender Free 118 ist ein breiter, verspielter Freerider für tiefe Tage. 118 mm Taille, Twin Rocker und die leichte Air Tip sorgen für mühelosen Auftrieb und ein surfy Gefühl. Diagofiber und durchgehende Seitenwangen bringen die Ruhe und Torsionssteifigkeit, die man in verspurtem und windgepresstem Schnee braucht.
Fahreindruck
- Powder: Langer, flacher Twin Rocker + 118er Taille heben die Schaufel sofort an. Er gleitet schnell auf und bleibt locker, ohne schwammig zu wirken.
- Zerfahren/variabel: Diagofiber und Full Sidewall halten ihn torsionssteif, so dass man durchs Chop zügig fahren kann, ohne Flatterei.
- Bäume & Spiel: Air Tip reduziert das Schwunggewicht – schnelle Pivots, Butters und Slashes gehen leicht von der Hand.
- Piste: Für einen 118er respektabel, aber kein Carver. Der große Radius liebt mittlere bis lange Radien; auf Eis ist der Halt zweckmäßig.
Konstruktion & Technik
- Pappelholzkern: ausgewogene Dämpfung und Lebendigkeit.
- Diagofiber-Verstärkung (aus dem Rennsport): Torsionssteifigkeit und Pop.
- Rechteckige Vollseitenwange: direkte Kraftübertragung und Kantenhalt.
- Air Tip: geringes Schwunggewicht, bessere Auftriebsneigung.
- V-A-S Schwingungsdämpfung und hochdichte Sinterbelag für haltbare, schnelle Gleiteigenschaften.
Spezifikationen erklärt
- Rocker-Profil (Twin Rocker): lange/flache Schaufel- und Endenrocker mit Camber unter der Bindung – einfaches Aufschwimmen und Pivots, mit Biss bei Kantendruck.
- Maße (146-118-141 mm): breite Taille für Auftrieb; moderates Taper für gutmütige Führung.
- Radius (22 m @176 / 25 m @186): laufruhig bei Tempo, bevorzugt mittlere/lange Schwünge; nicht hakelig.
- Gewicht (2,2 kg/Paar 176; 2,5 kg/Paar 186): leicht in der Klasse – steigert Agilität und Verspieltheit.
- Längen (176, 186 cm): 186 für größere/schnellere Fahrer und Stabilität; 176 für enge Bäume oder leichtere Fahrer.
Vergleiche
- Atomic Bent Chetler 120: surfiger und weicher an Schaufel/Ende; der Sender Free 118 bietet mehr Kantenhalt und Ruhe in ruppigem Schnee.
- Salomon QST Blank (112): alltagstauglicher, aber weniger Auftrieb an Tiefschneetagen.
- Armada ARV 116 JJ: sehr drehfreudig/neuschulig; der Rossignol ist stabiler bei Speed und Landungen.
- Blizzard Rustler 11: direktionaler mit besserem Hardpack-Grip; weniger Twin-Tip-Play als der Sender Free 118.
Größe & Zielgruppe
- Ideal für Fahrer, die Powder und spielerisches Gelände suchen, aber auch durch Nachmittags-Chop pflügen wollen.
- Weniger geeignet, wenn du häufig harte Pisten fährst oder einen One-Ski-Quiver brauchst.
- Nahe der empfohlenen Montage bleiben; leicht nach vorn hilft bei Switch/Butters, kostet aber Stabilität.
Wichtigste Erkenntnisse
- Sofortiger Auftrieb: 118 mm + Twin Rocker machen Tiefschnee leicht.
- Verspielt, aber ruhig: geringes Schwunggewicht mit echter Dämpfung.
- Auf der Piste okay – abseits der Piste in seinem Element.
Häufige Fragen
F: Wie fährt sich der Rossignol Sender Free 118 auf der Piste?
A: Für 118 mm ordentlich, aber kein Carver. Der große Radius mag mittlere/lange Bögen; auf blankem Eis nur angemessenes Halten.
F: Welche Länge soll ich wählen?
A: 186 cm für größere/schnellere Fahrer oder mehr Stabilität bei Drops. 176 cm für leichtere Fahrer, enge Wälder oder moderates Tempo.
F: Funktioniert er in schwerem, feuchtem Schnee?
A: Ja. Breite Taille und Air Tip halten die Schaufel oben, Diagofiber/Seitenwangen sorgen für Ruhe in dichter Chop.