ON3P Wood Veneer LTD — Testbericht
Die Wood Veneer LTD ist kein neues Shape, sondern eine limitierte Echtholz‑Topsheet‑Edition auf bestehenden ON3P‑Modellen (Mango 100, Jeffrey 96, Jeffrey 108). Jede Decke ist ein Unikat; die Bauweise und das Fahrgefühl bleiben typisch ON3P: verspielt, gedämpft und extrem robust.
Für wen?
- Fahrer, die ON3P‑Freestyle/All‑Mountain‑Performance mit einzigartiger Premium‑Optik möchten.
- Park‑Rider (Mango 100) mit Wunsch nach Stabilität und Haltbarkeit.
- All‑Mountain‑Freestyler (Jeffrey 96/108), die eine One‑Ski‑Lösung für Piste, Park, Wald und Neuschnee suchen.
Konstruktion & Haltbarkeit
- 100% vertikal laminierter Bambuskern: lebendiger Rebound, natürliche Dämpfung.
- 2800 Hybrid Glas/Carbon: Torsionssteife und Langzeitstabilität.
- Durchgehende UHMW‑Seitenwangen: schlagzäh und konsistenter Flex.
- Durasurf 4001 Belag (~1,8 mm) + 2,5×2,5 mm Kanten: dicker als üblich, ideal für Park/Felskontakt.
- Park Detune (v. a. Mango): weniger Haken auf Rails; etwas weniger Biss auf Eis.
Fahreindruck je Modell
Mango 100 LTD (Park/All‑Mountain verspielt)
- Sehr drehfreudig und butter‑freundlich; dank Taper/Rocker leicht zu kontrollieren.
- Masse und Dämpfung geben Ruhe bei Speed und Landungen; deutlich stabiler als viele Park‑Ski.
- Carvt besser als erwartet für einen True Twin; starker Detune + Rocker begrenzen Eishalt.
- 100 mm Mitte: brauchbarer Auftrieb im Weichen, ohne im Park träge zu wirken.
Vergleich: K2 Reckoner 102 ist leichter/lockerer, aber weniger gedämpft; Line Blend weicher/butteriger, jedoch weniger stabil/haltbar. Mango 100 ist die robuste, vertrauenerweckende Wahl.
Jeffrey 96 LTD (All‑Mountain Freestyle, hartschneetauglich)
- Der flinkste Jeffrey: schnelle Kantenwechsel mit echtem Kantengriff für einen Twin.
- Rocker/Camber/Rocker: Pop + Sicherheit; mit Standardtune solide auf hartem Untergrund.
- Fix in Buckeln/Wald; begrenzter Tiefschnee‑Auftrieb, Rocker hilft dennoch.
Vergleich: Armada ARV 96 wirkt leichter/lockerer, ist aber weniger gedämpft/haltbar; K2 Poacher greift auf Eis stärker, ist dafür weniger verspielt, vor allem switch.
Jeffrey 108 LTD (Quiver‑Killer All‑Mountain/Freeride)
- Breite Schaufel + engerer Radius unter der Bindung: überraschend gutes Carven, bleibt im Weichen drehfreudig/surfig.
- Dämpfung und Plattform geben Vertrauen in Zerfahrenem und bei großen Landungen; switch fühlt sich natürlich an.
- Auf blankem Hartschnee braucht er einen aktiven Fahrer; Schwunggewicht moderat bis hoch vs. Ultraleicht‑Konkurrenz – bringt aber Gelassenheit.
Vergleich: Moment Wildcat 108 ist direktionaler und steifer; Jeffrey 108 verspielter und switch‑freundlicher. Armada ARV 106 leichter/lockerer, aber weniger stabil; K2 Reckoner 112 surfiger, mit schwächerem Kantengriff.
Technische Daten kurz erklärt
- Rockerprofil: mehr Tip/Tail‑Anhebung + Camber verkürzt die effektive Kantenlänge (leichteres Pivots/Float), Camber erhält Griff und Pop.
- Maße (Tip‑Mitte‑Tail in mm): steuern Auftrieb (breiter) vs. Agilität (schmaler). Beispiele 181 cm: Mango 100 = 128‑100‑124; Jeffrey 96 = 126‑96‑120; Jeffrey 108 = 137‑108‑130.
- Radius (m): kleiner = drehfreudiger; größer = laufruhiger. Beispiele 181: Mango 18,6 m; Jeffrey 96 19,1 m; Jeffrey 108 20,7 m.
- Gewicht (pro Ski): mehr Masse = mehr Dämpfung/Stabilität, aber schwerer zu spinnen. Beispiele: Mango 176 ≈ 1,74 kg; 186 ≈ 2,05 kg. Jeffrey 96 171 ≈ 1,71–1,75 kg; 186 ≈ 1,94 kg. Jeffrey 108 171 ≈ 1,83 kg; 181 ≈ 1,97 kg; 191 ≈ 2,26 kg.
- Längen: Mango 100 = 161/171/176/181/186; Jeffrey 96 = 171/176/181/186; Jeffrey 108 = 171/176/181/186/191.
Größe & Montage
- Größe: übliche All‑Mountain‑Länge oder +1 für mehr Stabilität; parkfokussiert und true center erlaubt etwas kürzer.
- Montage: Mango nahe Center für Presses/Rotationen; Jeffrey auf Werksmarke für All‑Mountain oder +1 cm für mehr Freestyle‑Gefühl.
Wichtigste Erkenntnisse
- Einzigartige Holzoptik, unverändertes ON3P‑Fahrgefühl.
- Extrem langlebige Bauweise; dicker Belag/Kanten, UHMW‑Sidewalls.
- Mango: verspielt aber stabil; Jeffrey 96: carvy Twin für harte Tage; Jeffrey 108: echter One‑Ski‑Quiver.
- Nachteile: limitierte Verfügbarkeit/Preisaufschlag; schwerer als viele Park‑Ski; Detune reduziert Eisgrip; Holz zeigt Patina/Kratzer.
Häufige Fragen
F: Was ist die ON3P Wood Veneer LTD?
A: Eine limitierte Echtholz‑Topsheet auf Mango 100 und Jeffrey 96/108. Identische Konstruktion und Flex wie die Standardgrafiken; Leistung bleibt, Optik wird einzigartig.
F: Verändert das Furnier die Performance oder das Gewicht?
A: Praktisch nein. Gleicher Kern/Lay‑up; eventuelle Gewichtsdifferenzen sind minimal. Dämpfung, Pop und Stabilität bleiben wie gewohnt.
F: Welches Modell passt zu mir?
A: Park‑first (Butters/Rails)? Mango 100. Meist harte Bedingungen, aber Freestyle‑Anspruch? Jeffrey 96. Eine verspielte Allzweckwaffe für Soft Snow, Chop und Piste? Jeffrey 108.
F: Vergleich zu ähnlichen Ski?
A: Gegen leichtere/lockerere (ARV/Reckoner) sind ON3P gedämpfter/haltbarer. Gegen direktionelle Freerider (Wildcat) sind die Jeffreys verspielter und switch‑freundlicher.