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Von Mason Turner

Test: ON3P Jeffrey 92

Der ON3P Jeffrey 92 ist ein all‑mountain Freestyle‑Ski mit klarer Hartschnee‑Prägung: mehr Camber, längere effektive Kante und weniger Tip/Tail‑Rocker. Das sorgt für starke Kantengriff, spürbaren Pop und ON3P‑typische Haltbarkeit – ohne den Twin‑Spaß zu verlieren.

Auf der Piste

  • Kante & Stabilität: Mehr Camber/Kontaktlänge liefern zuverlässiges Carven auf Hartschnee bis hin zu eisigen Passagen. Für 92 mm unter der Bindung erstaunlich spurtreu.
  • Pop & Energie: Bambuskern plus Glas/Carbon‑Laminat speichert Energie und gibt sie knackig frei – Ollies und Sidehits fühlen sich kräftig und präzise an.
  • Schwungradien: ~17–18,5 m (längenabhängig) – ideal für mittlere Radien, mit genug Agilität für kurze Schwünge, wenn man den Ski aktiv fährt.
  • Wendigkeit: Weniger Rocker heißt weniger Surfigkeit als bei sehr losen Park‑Skis, aber der Jeffrey 92 bleibt schnell von Kante zu Kante und berechenbar in Buckeln und Bäumen.

Park & Switch

  • Park: Satter Absprung, stabile Landungen und extra dicke Beläge/Kanten für Rails. Das Swingweight ist nicht ultraleicht, aber sehr vertrauenerweckend.
  • Switch: Twin/Partial‑Twin‑Geometrie und progressiver Montagepunkt (‑3,5 bis ‑4,25 cm) machen Switch natürlich.
  • Butters: Möglich, jedoch weniger mühelos als bei weicheren/loseren Modellen (Armada ARV 94, Line Chronic 94).

Gemischte Bedingungen & Softsnow

  • Resort‑Alltag: Ordentliche Dämpfung; schneidet kontrolliert durch Haufen und Frühjahrs‑Slush. Gibt Vertrauen, wenn die Piste blank ist.
  • Powder: Mit 92 mm Mittelbreite und reduziertem Rocker ist Auftrieb begrenzt. Ein paar Zentimeter Neuschnee sind okay; für Tiefschnee lieber breiter gehen.

Konstruktion & Haltbarkeit

  • Senkrecht verleimter Bambuskern, UHMW‑Seitenwangen und sehr dicke Beläge/Kanten – ON3P steht für Langlebigkeit und gute Tuning‑Standzeit.
  • Das pro‑Ski‑Gewicht liegt im moderaten bis höheren Bereich für 92 mm: mehr Dämpfung/Stabilität, etwas mehr Trägheit bei Spins.

Montage & Größe

  • Längen: 171 / 176 / 181 / 186 cm. Kürzer für Verspieltheit/Buckel; länger für Stabilität und Carving‑Power.
  • Montagepunkt: Die empfohlene, freestyle‑freundliche Linie (~‑3,5 bis ‑4,25 cm) ist ein sehr guter Start. Wer all‑mountain priorisiert, kann 0,5–1 cm zurückgehen.

Vergleiche

  • Armada ARV 94: Laisser und buttert einfacher, aber mit weniger Kantenhalt/High‑Speed‑Ruhe als der Jeffrey 92.
  • K2 Poacher: Ähnlich stark auf Hartschnee; Poacher wirkt teils bulliger und wettkampforientierter auf großen Features.
  • Line Chronic 94: Leichter und drehfreudiger; der Jeffrey 92 bringt mehr Dämpfung und Robustheit.
  • Völkl Revolt 95: Sehr pivotfreudig und verspielt; der Jeffrey 92 ist präziser auf der Kante und ruhiger bei Tempo.

Für wen / Für wen nicht

  • Für: Fortgeschrittene bis Experten im All‑Mountain/Freestyle, die Kantenhalt, Pop und Zuverlässigkeit auf harter Piste suchen.
  • Nicht für: Powder‑Jäger oder Fans extrem leichter, super‑loser Butter‑Skis.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Starker Kantenhalt: Camber‑dominante Geometrie und längere Kontaktlänge geben Sicherheit auf Hartschnee.
  • Lebendig & gelassen: Kräftiger Pop bei guter Dämpfung.
  • Sehr robust: Dicke Beläge/Kanten und solide Bauweise für harte Resort‑ und Park‑Tage.
  • Weniger surfig: Reduzierter Rocker kostet etwas Verspieltheit in sehr weichem, variablem Schnee.

Spezifikationen und ihre Wirkung

  • Ripper Rocker (Camber‑dominant): Mehr Camber/Kontaktlänge erhöhen Kantenhalt und Pop – optimal für Hartschnee‑Freestyle.
  • Tip/Mittel/Tail‑Breite: 122–125 / 92 / 117–119 mm (größenabhängig). 92 mm Mitte = schnelle Kantenwechsel/Präzision; moderater Tip/Tail für Stabilität.
  • Radius: ~16,8–18,5 m. Bestimmt die natürliche Schwungform; hier ausgewogen für mittlere bis kürzere Radien.
  • Gewicht (pro Ski): ~1,61–1,90 kg je nach Länge. Mehr Masse = mehr Dämpfung/Stabilität, aber höheres Swingweight.
  • Längen: 171 / 176 / 181 / 186 cm. Wahl nach Körperbau/Niveau und Präferenz Stabilität vs. Verspieltheit.

Häufige Fragen

Q: Wie schlägt sich der ON3P Jeffrey 92 auf eisigem Hartschnee?
A: Überraschend gut für einen Freestyle‑Ski. Mehr Camber/Kontaktlänge liefern starken Kantenhalt und einen ruhigen, vertrauenswürdigen Zug auf die Kante.

Q: Vergleich mit Armada ARV 94 oder Line Chronic 94?
A: Diese sind loser und butter‑freundlicher, erreichen aber nicht die Präzision/Ruhe des Jeffrey 92 auf Hartschnee bei Tempo.

Q: Ist der Jeffrey 92 park‑tauglich?
A: Ja. Kraftvoller Pop, stabile Landungen und sehr haltbare Beläge/Kanten. Das Swingweight ist nicht ultraleicht, aber extrem verlässlich.

Q: Welche Länge soll ich wählen?
A: Kürzer für Wendigkeit/Buckel, länger für Stabilität/Carven. Viele Fortgeschrittene um 178–183 cm fahren 181 cm; Aggressive greifen zu 186 cm.

Q: Wo montieren?
A: Start auf der Empfehlung (~‑3,5 bis ‑4,25 cm). Für all‑mountain Fokus 0,5–1 cm dahinter für mehr Tip‑Support.

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