ON3P Jeffrey 112 (2026) – Testbericht
Überblick
Der ON3P Jeffrey 112 (2026) verbindet verspieltes Freeride‑Feeling mit echter Stabilität und außergewöhnlicher Haltbarkeit. Signature Rocker, Delta Taper und ein robuster Bambus/Glas/Carbon‑Aufbau sorgen für smoothe Slashes, Butters und Pivots – und bleiben in zerfahrener Schneelage sowie bei Landungen bemerkenswert ruhig.
Für wen?
- Fortgeschrittene bis Experten, die einen verspielten 112‑mm‑Ski suchen, der trotzdem Tempo kann.
- Fahrer, die Butters/Slashes/Switch mit Drops und Speed kombinieren.
- Alle, die Dämpfung und Haltbarkeit höher bewerten als minimales Gewicht.
Fahreigenschaften
- Powder & Bäume: Hohe Schaufeln, kürzere Auflage und Taper liefern sehr guten Auftrieb und ein loses, drehfreudiges Fahrgefühl. Mit 112 mm unter der Bindung bleibt er in engen Passagen erstaunlich handlich.
- Zerfahren/Crud: Das höhere Gewicht (z. B. ~2200 g pro Ski in 186) plus Bambus/VDS‑Dämpfung bügelt Harsch und Haufen souverän. Locker, aber satt auf der Kante.
- Piste & Hart: Der längere Radius (25 m in 186) mag mittlere bis lange Radien. Kantenhalt ist ordentlich bei hohem Kantwinkel, doch starker Rocker und kürzere effektive Kante verhindern den „Grabenfräser“.
- Buckel & Engstellen: Delta Taper erleichtert das saubere Lösen des Hecks. Für die Breite sehr manövrierfähig; das Gewicht verlangt sauberes Timing.
- Park & Switch: Die progressive Shape/Montage inspiriert Vertrauen für Switch‑Take‑offs/-Landungen. Höheres Schwunggewicht als bei Leichtbau‑Parkskis; Haltbarkeit auf Rails ist top.
Bauweise und Wirkung
- Signature Rocker (Rocker/Camber/Rocker, kürzere Auflage, weniger Camber, hohe Schaufeln): mehr Auftrieb und Smear‑Fähigkeit, etwas weniger „eingeschlossene“ Kantenbindung.
- Breiten (boxige Schaufel/112/konisches Heck): tragende Schaufel, schnell lösender Hinterbau für einfache Pivots und Slashes.
- Radius (~23–26 m): stabil bei Tempo, ruhige Übergänge; nicht für superenge Carves gedacht.
- Gewicht (~2,0–2,33 kg pro Ski): starke Dämpfung und Gelassenheit im Verspurten; höheres Schwunggewicht und mehr Ermüdung als bei Ultralight‑Setups.
- Bambus‑Kern + Hybrid Glas/Carbon: lebendig und robust; viel Support bei Landungen und Speed.
- 1,8‑mm Belag, 2,5×2,5‑mm Kanten + VDS: exzellente Haltbarkeit und Vibrationskontrolle – mit Gewichtszuschlag.
Pro und Kontra
Pro
- Seltene Mischung aus spielerisch/surfy und wirklich stabil im Zerfahrenen.
- Sehr robuste Bauweise (dicker Belag/Kanten, VDS) für lange Lebensdauer.
- Hakelfreies Heck in wechselnden Bedingungen; einfache Pivots/Slashes.
Kontra
- Schwerer als viele Mitbewerber; keine Touren‑Empfehlung.
- Weniger „locked‑in“ Carving auf Eis; braucht Entschlossenheit auf sehr hartem Untergrund.
- Langer Radius/starker Rocker fordern Tempo für dynamische Turns.
Vergleiche
- ON3P Jeffrey 108: wendiger und besser auf hart, aber weniger Auftrieb und Souveränität in tief/zerfahren.
- ON3P Jeffrey 118: noch surfier im Tiefschnee, aber spezieller und weniger Allround in Mixed Conditions.
- Atomic Bent 110: leichter und noch loser, dafür weniger Dämpfung/Haltbarkeit bei Vollgas im Crud.
- Moment Wildcat 108/118: direktionaler, stärkeres Finish und bessere Hartschnee‑Biss; weniger smear‑y/verspielt.
- K2 Reckoner 112: weicher und jibby, top im Park; fehlt die Stabilität und Robustheit des Jeffrey bei Speed.
Größen- und Montageempfehlung
- Länge: kürzer (176/181) für Bäume/eng oder moderate Geschwindigkeit; länger (186/191) für Stabilität, Drops und Speed. Viele Fortgeschrittene mit Durchschnittsstatur fahren 186 cm.
- Montage: ON3Ps Empfehlung ist progressiv; auf der Linie bleiben für Freestyle‑Balance. 0,5–1 cm zurück für etwas mehr Tip‑Drive.
Häufige Fragen
F: Für wen ist der ON3P Jeffrey 112 (2026)?
A: Für Fortgeschrittene/Experten, die einen verspielten Freerider mit echter Stabilität wollen. Surfy in Powder, gedämpft und langlebig im harten Einsatz.
F: Wie fährt er auf der Piste?
A: Ordentlich in mittleren/langen Radien mit viel Kantwinkel. Der starke Rocker/kurze Effektivkante verhindert aber Tief‑Carven auf Eis.
F: Geeignet zum Tourengehen?
A: Eher nein. Gewicht und robuste Bauweise sind besser für Resort/Sidecountry und kurze Hikes als für lange Aufstiege.
F: Welche Bindungen passen?
A: Stabile Alpin‑ oder Freeride‑Hybridbindungen mit sicherer Auslösung und hoher Dämpfung – passend zu Tempo und Drops.
Wichtigste Punkte
- Surfy und gelassen: spielerisch, aber ruhig im Verspurten.
- Sehr haltbar: dicker Belag/Kanten, viel VDS‑Dämpfung.
- Kein Carve‑Spezialist oder Leichtgewicht: liebt Flow, Tempo, Soft‑Snow.