Von Ethan Sullivan
Der Countach 110 ist ein directionaler Freeride-Ski, gebaut für große Linien und tiefe, wechselhafte Schneeverhältnisse. Mit seinem ausgeprägten 140-110-130-Profil, rockerer Schaufel und erhöhter Tail bietet er viel Auftrieb und ein fast surfartiges Gefühl im Powder, während Camber unter dem Fuß Kantengriff und Pop bewahrt. Das ist kein gemütlicher Allrounder, sondern ein kraftvolles Werkzeug für Fahrer, die Tempo und Commitment suchen. Er belohnt aggressives Fahren mit Präzision und Stabilität bei Landungen und schnellen Passagen.
Der Aufbau kombiniert einen durchgehenden Pappel-/Buchenkern mit Carbonverstärkungen und VDS-Dämpfung. Die 140 mm Schaufel sorgt für Auftrieb, 110 mm Mittelteil bietet Balance zwischen Stabilität und Wendigkeit, 130 mm Tail unterstützt Slashs und Freigabe. Das Rocker/Camber/gehobene Tail-Profil bestimmt Auftrieb und Pivot. Der Radius (18–22,5 m je nach Länge) beeinflusst Kurvenumfang und Laufruhe bei Tempo. Die Gewichte sind eher hoch, der Ski ist auf Komposition und Power ausgelegt, nicht auf uphill Effizienz.
Auf der Piste fühlt sich der Countach 110 vor allem in tiefem, zerfahrenem und schnellen Terrain souverän an. Die rockerte Schaufel bringt früh Float, und die Buchenlagen mit VDS dämpfen Vibrationen, wenn es holprig wird. Er pflügt durch weichen Schnee und bügelt Chop mit weniger Rückmeldung als man bei einem Ski ohne Metall erwarten würde. Auf hartem Untergrund und engen Pisten ist er weniger zuhause: Camber hilft zwar an der Kante, doch die Breite erschwert enge, schnelle Carves.
Die Handhabung ist überraschend verspielt für seine Maße — breite Schaufel und Tail fördern surfartige Slashs und Pivot-Manöver. Kürzere Längen (176, 182 cm) wirken agiler dank kleinerem Radius; 188 und 194 cm tauschen Wendigkeit gegen hohe Stabilität und Raum beim Landen. Im Vergleich zum Wildcat 108 ist der Countach steifer und laufruhiger bei Tempo; gegenüber der Commander-Serie ist er stärker auf Freeride und Powder‑Slash ausgerichtet statt purer Pistenschärfe.
Für wen ist er geeignet? Fortgeschrittene bis erfahrene Freerider, die ein schnelles, stabiles Fundament für hohe Geschwindigkeiten, tiefen Schnee und herausfordernde Lines suchen. Nachteile sind Gewicht und Breite für Tourenfans oder Fahrer, die hauptsächlich harte Pisten carven möchten. Empfohlenes Montagezentrum liegt bei etwa -8 cm von der Schaufel. Wählen Sie eine Bremse von ca. Mittelbreite + 10–15 mm. Insgesamt ein spezialisiertes, sehr lohnendes Werkzeug fürs Grobe.
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