Picture of the review author

Von Olivia Bennett

Icelantic Nomad 100 – Testbericht

Der Icelantic Nomad 100 ist ein verspielter All‑Mountain/Freeride‑Ski, der sich mühelos zwischen Piste, Bäumen und softerem Schnee bewegt. Mit Tip‑/Tail‑Rocker, 4 mm Camber und lebendigem Pappel‑Kern verbindet er Pop und Agilität mit verlässlichem Kantengriff auf hartem Untergrund.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Verspielt & poppig: Tip/Tail‑Rocker + Carbonstringer sorgen für schnellen Rebound und leichte Pivots.
  • Echte All‑Mountain‑Breite: 100 mm unter der Bindung balancieren Stabilität und Auftrieb.
  • Angenehmes Gewicht: ca. 1790 g pro Ski (182 cm) – nicht ultraleicht, aber lebhaft und ausreichend gedämpft.
  • Fehlertolerant: mittlerer Flex und FLY‑Cap Tip/Tail glänzen in Buckeln und engen Bäumen.
  • Kein reiner Charger: weniger Bulldozer‑Dämpfung als schwerere Ski mit Metalllagen.

Für wen?

  • Fahrer, die einen einzigen Resort‑Ski für Piste, Bäume, Buckel und gelegentlich Park suchen.
  • Skifahrer, die ein spielerisches, kreatives Fahrgefühl mit zuverlässigem Kantengriff schätzen.
  • Fortgeschrittene bis Experten, die Agilität und Energie über Geradeaus‑Tempo stellen.

Wer primär schwere, verspurte Schneeoberflächen mit Topspeed planiert, ist mit schwereren Modellen (z. B. Nordica Enforcer 100) ruhiger unterwegs.

Fahreindruck

  • Piste: der zusätzliche 4‑mm‑Camber bringt spürbaren Kantengriff. Der Radius (ca. 17–20 m je nach Länge) begünstigt mittlere Radien und flotte Kantenwechsel.
  • Buckel & Bäume: geringes Schwunggewicht (FLY‑Cap Tip/Tail) und semi‑Twin‑Tail erleichtern kurze, rhythmische Schwünge – sehr gutmütig.
  • Weicher Schnee: 100 mm Taille + 36 cm Tip‑Rocker liefern ordentlichen Auftrieb bis etwa knöchel‑/wadentief. Für Powdertage: Nomad 105/115.
  • Crud & Harsch: für sein Gewicht ordentlich gedämpft, verlangt aber eher aktive Fahrweise als “draufhalten”.
  • Switch/Park: teilweiser Twin‑Tail erhöht den Spielspaß ohne die Richtungsstabilität zu opfern.

Konstruktion & Technik

  • Pappelholzkern: lebendig, robust und nachhaltig bezogen.
  • Triaxiales Fiberglas + vertikale Carbonstringer (4 oben/4 unten): Torsionshalt, Pop und Stabilität.
  • FLY‑Cap in Tip/Tail mit Vollseitenwange unter der Bindung: niedrigeres Schwunggewicht, starker Kantenbiss.
  • ISOSPEED 7200 gesinterter Belag & 2,2‑mm‑Stahlkanten: Tempo und Haltbarkeit.
  • Handmade in Colorado, 3 Jahre „Bombproof“ Garantie.

Spezifikationen erklärt

  • Rockerprofil: Tip‑Rocker 36 cm / Camber 4 mm / Tail‑Rocker 31 cm. Mehr Rocker = einfaches Drehen & Auftrieb; Camber = Grip, Energie, Präzision.
  • Maße (135‑100‑127 mm): 100 mm balancieren Kantenhalt und Float; breite Schaufel hilft beim Aufschwimmen, etwas schmälere Enden beruhigen den Auslauf.
  • Gewicht: ca. 3588 g pro Paar (182 cm) – Mittelgewicht: agil mit genug Substanz gegen Vibrationen.
  • Radius: 16 m (171), 17–17,5 m (176), 19 m (182), 20 m (188). Kürzer = wendiger; länger = stabiler bei Tempo.
  • Längen: 171/176/182/188 cm – kürzer für Wendigkeit, länger für Laufruhe.

Montage & Setup

  • Bremsen: Taille 100 mm plus bis ~15 mm (100–115 mm Bremsen passen).
  • Montagepunkt: ab Werk beginnen. ~+1 cm für zentraler/verspielter; ~−1 cm für mehr High‑Speed‑Stabilität.
  • Bindungen: solide All‑Mountain‑Alpinbindung (DIN 10–13). Hybride nur, wenn regelmäßig Aufstiege geplant sind.

Vergleiche

  • Salomon QST 98/100: etwas ruhiger in Zerfahrenem; Nomad 100 ist poppiger und verspielter.
  • Atomic Bent 100: leichter und loser, stärker freestyle‑orientiert; Nomad mit besserem Kantenhalt und High‑Speed‑Vertrauen.
  • Nordica Enforcer 100: schwerer und gedämpfter zum “Chargen”; Nomad wendiger und weniger ermüdend.
  • Blizzard Rustler 10: kraftvoll und vielseitig; Nomad buttriger in Buckeln und kreativer an Gelände‑Features.
  • Head Kore 99: leichter und präziser, aber weniger nachsichtig in Wechselbedingungen; Nomad ist freundlicher und spaßiger.

Mögliche Nachteile

  • Nicht der ruhigste Ski bei sehr hohem Tempo in harter, zerfahrener Oberfläche.
  • 100 mm ist Allround, aber kein Spezialist für Eis oder bodenlosen Powder.
  • Mittlerer Flex: sehr aggressive Fahrer könnten mehr Metall‑Dämpfung wünschen.

Häufig gestellte Fragen

F: Wie wähle ich die Länge beim Icelantic Nomad 100?
A: Ungefähr körpergroß für Allround‑Einsatz. Kürzer für Bäume/Buckel; länger für mehr Laufruhe. Der Rocker macht etwas längere Längen gut beherrschbar.

F: Taugt der Nomad 100 als One‑Ski‑Quiver?
A: Für viele ja. 100 mm Taille, echter Camber und großzügiger Rocker decken Piste, Mixed‑Conditions und weichen Schnee bis ~20–25 cm ab. Für Tiefschneetage besser spezialisieren.

F: Wie schnell ist der ISOSPEED 7200 Belag?
A: Ein haltbarer, flotter Sinterbelag, der Wachse gut annimmt. Regelmäßiges Wachsen hält die Gleitfähigkeit hoch.

Fazit

Der Icelantic Nomad 100 trifft die „verspielt, aber fähig“-Formel: energiegeladen in Buckeln und Bäumen, zuverlässig auf der Piste und spaßig im Soft‑Snow. Wer einen einzigen Resort‑Ski mit Agilität und Kreativität ohne Verzicht auf Kantengriff sucht, ist hier genau richtig.

Loading images...

Community Opinions

    Empfohlenes Produkt
    Fehlt Ihnen eine Hand beim Tragen der Skiausrüstung?

    Fehlt Ihnen eine Hand beim Tragen der Skiausrüstung?

    Ein Freund von mir hat Clipstic entwickelt, die einfache Möglichkeit, Ihre Stöcke an Ihren Skiern zu befestigen! Mit diesem Link erhalten Sie 10% Rabatt und unterstützen Pick-a-ski!

    Schau es dir an!