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Von Olivia Bennett

Test: Extrem Fusion 95 Carbon

Einordnung

Der Extrem Fusion 95 Carbon ist ein leichter All‑Mountain‑/Freeride‑Tourenski, der den Aufstieg effizient hält und bei der Abfahrt spürbar Ruhe und Kantenhalt liefert. Mit 95 mm unter der Bindung und progressivem Tip‑ und Tail‑Rocker zielt er auf Skifahrer, die zwischen Touren und Liftbetrieb wechseln und in wechselhaften Bedingungen Verlässlichkeit suchen.

Kurzfazit

  • Pappel/Paulownia‑Kern mit Prepreg‑Carbon/Glas: lebendig, torsionssteif.
  • Ausgewogener Rocker für Vorhersagbarkeit von Piste über Bruchharsch bis Pulverschnee.
  • Für das Gewicht ungewöhnlich laufruhig; gesetzter als viele Ultraleicht‑Tourer.

Fahreindruck

Piste

Mit 17–19 m Radius (je nach Länge) fährt sich der Fusion 95 Carbon intuitiv: dank Rocker mühelos in kürzere Schwünge zu kippen, in mittleren bis langen Radien stabil. Die CNC‑gefräste Buchen‑Montageplatte und kräftige Seitenwangen sorgen für verlässlichen Kantengriff; der 88°/1°‑Werkschliff wirkt präzise ohne Schärfe.

Verspurtes/wechselhaftes Gelände

Für sein Gewicht überzeugt die Stabilität in verspurtem, windgepresstem oder gefrorenem Schnee. Die Tubecomb‑Schaufel reduziert Schwungmasse und Flattern; dadurch weniger Ablenkung als bei vielen leichteren Tourenmodellen. Kein Resort‑Bulldozer, aber überdurchschnittliche Dämpfung für die Klasse.

Weicher Schnee/Powder

Ausgewogener Tip‑Rocker und moderates Taper ermöglichen frühes Aufschwimmen und sanfte Schwungeinleitung. Mit 95 mm bleibt es All‑Mountain—für Tiefschneetage schwimmt Breiteres besser—doch der Fusion 95 Carbon bleibt wendig und vertrauenerweckend in Wald und Rinnen.

Steil/technisch

Geringe Schwungmasse und ein stützender Tail ermöglichen kontrollierte Hop‑Turns, Kick‑Turns und Seitwärtsrutschen. Das ABS‑Heck mit Fellaussparung ist im Handling praktisch.

Aufstieg

Mit 1285–1730 g pro Ski (längenabhängig) ist die Effizienz hoch, der Ski wirkt leicht am Fuß. Er passt ideal zu Tech‑Bindungen; stärkere oder liftlastige Fahrer können zu Hybrid/Shift‑Bindungen greifen, ohne den Ski zu überfordern.

Spürbare Konstruktion

  • Pappel/Paulownia‑Holzkern: leicht, lebendiger Rebound.
  • Prepreg‑Carbon + Glasfaser: gleichmäßiger Aufbau, geringes Gewicht, mehr Torsionssteife.
  • Tubecomb‑Schaufel: weniger Schwungmasse, ruhigere Schaufel in wechselhaftem Schnee.
  • 55×650 mm Buchen‑Montageplatte: bessere Schraubenhaltung und Dämpfung unter dem Fuß.
  • Isospeed 7515‑Belag: schnelle Gleitfähigkeit, gute Wachsaufnahme.
  • Waelzholz‑Stahlkanten: langlebiger Biss; keine ultradünnen Kanten wie bei reinen Ultra‑Tourern.

Größen- und Bindungstipps

  • Länge: um Körpergröße für Allround‑Stabilität; kürzer für enges Gelände/viele Spitzkehren, länger für höheres Tempo und mehr Ruhe in zerfahrenem Schnee.
  • Montage/Bindings: auf der empfohlenen Linie bleiben. Mit leichten Tech‑Bindungen touren oder Hybrid (z. B. Shift‑Typ) für gemischten Lift/Tour‑Einsatz.

Für wen?

  • Tourengeher, die Abfahrtsleistung ohne hohes Gewicht suchen.
  • All‑Mountain‑Fahrer, die einen Ski für Touren und Piste wollen.
  • Skifahrer, die Kantenhalt und Vorhersehbarkeit über maximale Verspieltheit stellen.

Spezifikationen und Bedeutung

  • Rockerprofil (progressiv Tip/Tail): leichtere Schwungeinleitung, bessere Auftrieb, mehr Fehlertoleranz in schwierigen Bedingungen.
  • Tip/Taille/Tail‑Breite: beeinflusst Auftrieb und Schwungform; der relativ gerade Tail erhöht Halt und Stabilität auf hartem Untergrund.
  • Gewicht pro Ski: bestimmt Aufstiegseffizienz und Ermüdung; hier: idealer Mix aus Leichtigkeit und Laufruhe.
  • Radius: 15–19 m je Länge für vielseitige Schwünge ohne Nervosität bei Tempo.
  • Belag/Kanten: schneller Belag und robuste Kanten für dauerhafte Präzision.

Vergleiche

  • Blizzard Zero G 95: leichter und steifer; top im Aufstieg, härter in zerfahrenem Schnee. Fusion 95 Carbon ist gedämpfter und gutmütiger talwärts.
  • Black Crows Camox Freebird: verspielter und weicher; Fusion präziser auf Kante und stabiler bei Speed.
  • K2 Wayback 96: leichter und unkompliziert, aber weniger ruhig bei höherem Tempo; Fusion bleibt gesetzter in Verspurtem.
  • Salomon QST 98: schwerer und pistiger; satteres Fahrgefühl, aber weniger effizient im Aufstieg.

Mögliche Nachteile

  • Mit 95 mm und direktionalem Heck weniger „surfy“ im Tiefschnee als breitere/twin‑tippige Optionen.
  • Carbon‑Aufbau: trotz guter Dämpfung auf blankem Eis lebendiger als schwere Freerider.
  • Nicht die absolut leichteste Wahl für Ultra‑Distanzen.

Wichtigste Punkte

  • Leicht und dennoch ruhig: herausragende Stabilität fürs Gewicht.
  • Vielseitiger Rocker: sanfte Einleitung, berechenbar in variabler Schneelage.
  • Echte Hybrid‑Absicht: harmoniert mit Tech‑ wie Hybrid‑Bindungen.

Häufige Fragen

F: Für welchen Fahrertyp ist der Extrem Fusion 95 Carbon am besten?
A: Für Tourer und All‑Mountain‑Fahrer, die viel aufsteigen, aber abwärts echte Performance wollen. Der Ski glänzt in gemischten Bedingungen mit verlässlichem Kantenhalt und mehr Ruhe als viele Ultraleichte.

F: Welche Länge soll ich wählen?
A: Um Körpergröße für Balance. Kürzer für enge, technische Passagen und viele Spitzkehren; länger für aggressives Tempo und mehr Stabilität in Zerfahrenem.

F: Vergleich mit Blizzard Zero G 95?
A: Zero G ist leichter und steifer—brillant bergauf, aber ruppiger bergab in Variablem. Fusion 95 Carbon dämpft besser und fährt gutmütiger.

F: Welche Bindungen passen?
A: Leichte Tech‑Bindungen für lange Touren oder Hybrid/Shift‑Typ für gemischten Lift‑Einsatz. Die Montageplatte verbessert die Schraubenhaltung.

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