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Von Olivia Bennett

Dynastar M‑Pro 98 (M‑PRO W 98) — Testbericht

Der Dynastar M‑Pro 98 trifft den Sweet Spot für spielerische Freeride/All‑Mountain‑Fahrerinnen: sehr wendig, gleichzeitig vertrauenerweckend stabil. Die progressive Rockerform erleichtert Pivot‑Turns und Smears, während Hybrid Core 2.0 und Ti Rocket Frame 2.0 für Ruhe im Ski sorgen, wenn es schneller wird. Ideal für den ganzen Berg: Wald, Buckel, zerfahrene Hänge und präparierte Pisten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Wendigkeit trifft Ruhe: progressiver Rocker + gezieltes Titanal = leichtes Steuern mit High‑Speed‑Vertrauen.
  • Universelle Breite: 98–100 mm unterm Fuß vereint Kantenhalt und Auftrieb.
  • Spielerisches Temperament: kürzere Radien fördern schnelle Rhythmus‑Schwünge und Buckelkontrolle.
  • Starker Grip: durchgehende Seitenwangen und UD‑Glas übertragen Kraft sauber.
  • Kein reiner Charger: maximale Top‑End‑Dämpfung bieten schwerere, metalllastige Modelle.

Fahreindruck

Piste & Hartschnee

Der Kantenaufbau gelingt geschmeidig und vorhersehbar. Mit aktiver, zentrierter Fahrweise biegt der Ski willig ohne Haken. Auf blankem Eis sind schmalere Pistenski überlegen, doch für 98 mm carvt der M‑Pro 98 sehr vertrauensvoll.

Weicher Schnee & Crud

Die lange, hohe Schaufel steigt gut auf, die partielle Twin‑Tail bleibt locker zum Tempoabbau. In zerfahrenem Schnee filtert der Ti Rocket Frame Vibrationen ohne den Ski träge zu machen.

Wald, Buckel & Engstellen

Hier glänzt der Ski. Die effektive Kantenlänge ist dank Rocker kürzer: schnelles Pivotieren, gefühlvolles Schmieren, spielerisches „Tanzen“ durch Rinnen.

Stabilität & Tempo

Für sein Gewicht beeindruckend gelassen. Kein Bleibomber, aber bis hohe Reisegeschwindigkeiten sehr berechenbar. Sweet Spot: aktive mittelgroße Schwünge mit ausreichend Reserven für kurze Geradeaus‑Passagen.

Konstruktion & Technik (erklärt)

  • Hybrid Core 2.0 (Pappel + PU, tri‑direktional): lebendiges Holzgefühl mit verzeihender Dämpfung; weniger verklebtes Glas für konsistenten Flex.
  • Ti Rocket Frame 2.0: gezieltes Titanal‑Layer für Stabilität und Kantenhalt ohne überflüssiges Gewicht.
  • Sandwich‑Seitenwangen + Minicap: direkter Druck, guter Biss, langlebig.
  • Sintered HD‑Belag: schnell, robust, wachshaltend.
  • Adaptativ Sidecut: weichere Übergänge an Schaufel/Ende für berechenbares Handling in wechselnden Bedingungen.

Spezifikationen und Bedeutung

  • Rockerprofil: progressive Tip‑/Tail‑Rocker. Einfacheres Pivot, mehr Auftrieb, kürzere effektive Länge = mehr Agilität.
  • Maße (mm): 132–134 / 98–100 / 122–124 je nach Länge. Breite steuert Auftrieb/Stabilität; ~100 mm ist All‑Mountain‑Sweet‑Spot.
  • Radius: 14 m (154) bis 17 m (178). Kürzer = schnellere, engere Schwünge; länger = mehr Laufruhe.
  • Gewicht: ca. 1600–1900 g pro Ski (3,2–3,8 kg/Paar). Mittelgewicht für Vielseitigkeit und Kontrolle.
  • Längen: 154, 162, 170, 178 cm. Kürzer für maximale Wendigkeit; länger für Stabilität/Auftrieb.

Größenwahl

  • Kinn/Nasenhöhe = verspielt und agil; Körpergröße = stabiler, mehr Auftrieb und Vertrauen im Crud. Leichte/vorsichtige Fahrerinnen kürzer; kräftige/schnelle länger.
  • Die M‑PRO W 98 teilt den Charakter der unisex M‑Pro 98/99, wirkt dank Teil‑Twin‑Tail einen Tick verspielter.

Vergleiche

  • Nordica Santa Ana 98: schwerer, gedämpfter; ruhiger bei Topspeed, weniger schmierig in Engstellen.
  • Salomon QST Lumen 98: weicher, surfiger; einfacher zu pivotieren, etwas weniger Biss auf Eis.
  • Blizzard Sheeva 10: freestyliger und quick; in hartem Crud weniger gedämpft.
  • K2 Mindbender 99Ti W: echter Charger mit mehr Metall; fordernder, weniger fehlerverzeihend.
  • Atomic Maven 96 Ti: schmaler, pistiger; besser auf hart, weniger Auftrieb im Tiefschnee.

Für wen (und für wen nicht)

  • Ideal für fortgeschrittene bis Expertinnen, die einen spielerischen One‑Ski‑Quiver suchen.
  • Weniger ideal nur für Eisplatten‑Pistentage oder als Tiefschnee‑Spezialist >105 mm.

Häufige Fragen

F: Wie schlägt sich der Dynastar M‑Pro 98 auf Eis?
A: Sehr gut für 98 mm dank Seitenwangen und Titanal. Auf blankem Eis bleibt ein schmaler Pistenski überlegen.

F: Welche Länge soll ich nehmen?
A: Kürzer (154/162) für Agilität; länger (170/178) für Stabilität/Auftrieb. Sportliche oder schwerere Fahrerinnen wählen meist länger.

F: Charger oder verspielt?
A: Beides. Genug Backbone zum Gasgeben, dennoch leicht zu pivotieren. Für maximale Dämpfung: Santa Ana 98 oder Mindbender 99Ti W.

F: Wie ist der Auftrieb im Powder?
A: Sehr gut bis etwa knietief dank langer Schaufelrocker und ~100‑mm Taille. Für richtig tief: >105–110 mm.

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