Down CountDown Carbon 104 L — Test & Review
Der Down CountDown Carbon 104 L ist ein moderner, leichter Freeride/All‑Mountain‑Ski mit klarer Touren‑Ausrichtung. 104 mm unter der Bindung, großer Radius (23–25 m) und verspielter Freeride‑Rocker zielen auf Fahrer, die ein Setup für Powder, gemischtes Gelände und lange Skitouren suchen — ohne Abstriche beim Abfahrtsvertrauen. Das 24/25‑Update (dickere Base, stärkere Kanten, Carbon + Flachs) steigert Haltbarkeit und Dämpfung spürbar.
Fahreindruck
- Powder & Softsnow: Die flache, elliptische Schaufel steigt schnell auf; das nahezu flache Heck hält Spur und Tempo in langen Schwüngen. Für 104 mm sehr ordentlicher Auftrieb, ohne 110+ Niveau.
- Windgepresst & weiche Buckel: Für das Gewicht erstaunlich ruhig; Flachs und Gummi beruhigen Vibrationen. Kein Bulldozer wie schwerere Metall‑Ski (z. B. Blizzard Hustle 10), aber keineswegs hibbelig.
- Hartschnee & Piste: Der große Radius bevorzugt mittlere bis lange Radien. Kantengriff ist in der Klasse gut; das Carbon wirkt präzise/kernig. Auf blankem Eis spürt man die Leichtbauweise stärker als bei Resort‑Chargern (z. B. QST 106).
- Buckel & Wald: Geringes Gewicht und ein nicht hakendes Heck erlauben schnelle Richtungswechsel. Zentral fahren; das fast flache Heck stützt, verzeiht aber Rücklage weniger als ein Twin.
- Aufstieg & Tour: Mit ca. 1685–1860 g pro Ski (181/187) effizient im Anstieg, ohne ultraleicht zu sein. Die Titanal/Gummi‑Platte unterm Fuß ist vertrauenserweckend mit Hybridbindungen; 1,8‑mm‑Belag und 2,2‑mm‑Kanten sind top für lange Saisons und Service.
Für wen?
Für Fahrer, die einen Ski für leichtes Freeride, Touren und All‑Mountain suchen. Wer offenes Gelände und mittlere bis lange Schwünge mag, aber dennoch Verspieltheit und einfache Steuerung will, liegt hier richtig. Wer schwere Crud mit Topspeed bügelt, ist mit schwereren Metall‑Ski besser bedient.
Vergleiche
- Armada Locator 104: Leichter und flinker im Aufstieg; weniger Dämpfung und Stabilität in ruppigem Schnee als der CountDown Carbon 104 L.
- Salomon QST Echo 106: Etwas breiter und sehr vielseitig; der Down ist geradliniger (größerer Radius) und wirkt bei Tempo direktionaler.
- Blizzard Hustle 10: Schwerer und stärker auf Piste & in Crud; der Down steigt leichter und lässt sich einfacher drehen.
- DPS Pagoda Tour 106 C2: Leichter und sehr fein, aber teurer; Down kontert mit dickerem Belag/Kanten und Alltags‑Robustheit.
Größe & Montage
- Längen: 181 cm oder 187 cm. 181 für enge Bäume/Steilgelände oder leichtere Fahrer; 187 für mehr Stabilität, offene Hänge und lange Radien.
- Montage: Start auf der empfohlenen Linie. +1 cm für mehr Spiel/Pivot, −1 cm für maximale Ruhe und direktionales Feeling.
Stärken
- Sehr gute Balance aus Gewicht und Stabilität für 104‑mm‑Leichtfreeride.
- 1,8‑mm‑Belag und 2,2‑mm‑Kanten: robust, servicetauglich, langlebig.
- Flachs & Gummi zähmen Vibrationen; Carbon liefert Pop/Präzision.
- Solide Bindungsplattform (Titanal/Gummi) — ideal für Hybrid/Alpinbindungen.
Schwächen
- Großer Radius ist weniger spaßig für kurze, knackige Schwünge auf hartem Schnee.
- Weniger Durchschlagskraft in schwerem Crud als schwerere Metall‑Ski.
- Nur zwei Längen (181/187) — eingeschränkte Auswahl für sehr kleine/sehr große Fahrer.
- Werksgewichte als Paar angegeben — kann beim Vergleich verwirren.
Spezifikationen & Bedeutung
- Rockerprofil (Freeride‑Rocker, Camber unterfoot, niedrige elliptische Schaufel, fast flaches Heck): Schnelles Aufschwimmen und Verspieltheit bei solidem Kantengriff und Vortrieb; direktionale Kontrolle übers Heck.
- Maße (128‑104‑120 mm): 104 mm Waist = Mix aus Auftrieb und Kantenwechsel; etwas schmaleres Heck hält stabil ohne zu haken.
- Radius (23 m @181, 25 m @187): Liebt mittlere bis lange Schwünge; ruhiger bei Tempo, weniger nervös im Verspurten.
- Gewicht (≈1685 g @181, ≈1860 g @187 pro Ski): Tourentauglich leicht, abfahrtsstark genug; kein Bulldozer wie Resort‑Schwergewichte.
- Aufbau (Paulownia‑Kern, Triax‑Glas, 50K Sigratex‑Carbon, Flachs, Titanal/Gummi‑Insert, 1,8‑mm‑Sinterbelag, 2,2‑mm‑Kanten): Mix aus Leichtbau, Dämpfung und Haltbarkeit; stabile Bindungszone; schneller, dicker Belag und robuste Kanten.
- Längen (181, 187 cm): Einfach — kürzer für Agilität/Aufstieg, länger für Stabilität/Auftrieb.
Wichtigste Erkenntnisse
- Ausgewogen bergauf/bergab: leicht für große Tage, gelassen in ruppigem Schnee.
- Großer Radius, direktionaler Charakter: liebt Platz & Tempo mehr als Kurzschwung‑Carven.
- Update 24/25 steigert Haltbarkeit: dickerer Belag, stärkere Kanten, bessere Dämpfung.
Häufige Fragen
F: Für wen ist der Down CountDown Carbon 104 L geeignet?
A: Für Skifahrer, die einen Ski für leichtes Freeride, Touren und All‑Mountain suchen. Er bevorzugt mittlere bis lange Radien und offenes Gelände, bleibt aber verspielt.
F: Wie unterscheidet er sich von der Nicht‑L Version?
A: Die „L“ nutzt einen leichteren Paulownia‑Kern für weniger Gewicht und knackigeres Fahrgefühl — top für Touren. Die Standardversion ist meist schwerer und gedämpfter für Resort‑Tempo.
F: Taugt er als Daily Driver?
A: Ja, für gemischtes Gelände/Piste, solange Sie keine extrem kurzen Carves auf Eis erwarten. Für viel Eis fühlen sich schwerere Metall‑Ski ruhiger an.
F: Sind die Gewichte pro Ski oder pro Paar?
A: Down gibt in der Regel Paargewichte an. Pro Ski etwa ≈1685 g (181) und ≈1860 g (187). Exakt? Eigenes Paar wiegen oder Drittmessungen prüfen.