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Von Andrew Ingold

Blizzard Zero G 095 — Test & Einschätzung

Der Blizzard Zero G 095 (Zero G 95/095) ist eine Messlatte im 95‑mm‑Tourenbereich: extrem effizient im Aufstieg und für sein Gewicht erstaunlich souverän bergab. Carbon Drive 3.0 sorgt für hohe Torsionssteifigkeit unter der Bindung, während Schaufel und Ende geschmeidig bleiben. Ein präziser, richtungsbetonter Ski für Alpinisten, die Leichtgewicht und Zuverlässigkeit im technischen Gelände suchen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Sehr leicht für schnelle Aufstiege; ideal für lange Touren und Fitnesseinheiten.
  • Überdurchschnittlicher Kantenhalt für einen 95‑mm‑Tourenski; berechenbar auf hartem und steilem Untergrund.
  • Richtungsstabil und präzise: belohnt aktive, zentrierte Technik; weniger fehlertolerant in schwerer Zerfahrener.
  • Vielseitig in Mischbedingungen, aber nicht der am stärksten gedämpfte bei Topspeed.
  • Top für Skibergsteigen, viel Höhenmeter und variable Schneen; für Tiefschnee eher den Zero G 105 wählen.

Fahreindruck

  • Hart/steil: Torsionssteifigkeit und Teil‑Seitenwangen liefern starken Biss auf Harsch und in steilen Querungen. Bevorzugt mittlere bis lange Radien und etwas Tempo. In sehr schnellen Geraden auf Beton kann er minimal nervös wirken (kategorienüblich bei dem Gewicht).
  • Gemischt & zerfahren: Moderate Schaufelrocker hilft in Spuren, dennoch ist der Ski eher präzise als verspielt. Mit Feingefühl und zentriert fahren; bei schwerem Schnee zahlt sich Technik aus.
  • Powder: Mit 95 mm und echter Schaufelrocker reicht der Auftrieb bis etwa Schuhschaft. Für Pulvertage bietet der Zero G 105 mehr Reserve und Dämpfung.
  • Technisches Gelände: Der relativ flache, tragende Tail unterstützt Sprungschwünge und Anker; sehr sicher auf Traversenspuren beim Aufstieg.

Aufstieg & Haltbarkeit

Mit ca. 1080–1320 g pro Ski (längenabhängig) fliegt der Zero G 095 den Berg hinauf und bleibt bei Spitzkehren stabil. Carbon‑Verstärkungen unter der Bindung verbessern Schraubenhalt und Vertrauen auf abgelegenen Linien – ohne Gewichtsnachteil.

Aufbau & Tuning

  • Carbon Drive 3.0: durchgehendes 3D‑Carbonchassis unter dem Glas – geschmeidige Enden, hoher Torsionswiderstand unterm Fuß.
  • Teil‑Seitenwangen Sandwich: bessere Kraftübertragung und Kantengriff als bei Full‑Cap‑Ultraleichtmodellen.
  • Werkschliff: ~0,9° Base / ~87,5–87,7° Side – sehr bissig und direkt. Falls zu aggressiv, Schaufeln minimal entgraten lassen.

Vergleiche

  • Salomon MTN 96 Carbon: schwerer und gedämpfter; ruhiger in resort‑ähnlichem Crud, aber etwas weniger “Laser”-Biss auf Eis.
  • Atomic Backland 95: lockerer/verspielter in Weichschnee, jedoch weniger sicher auf Beton.
  • Dynafit Blacklight 95: noch leichter und extrem flink, aber nervöser; Zero G 095 wirkt unterm Fuß kräftiger.
  • Blizzard Zero G 105: mehr Auftrieb und Soft‑Snow‑Stabilität bei kleinem Mehrgewicht, dafür etwas weniger Präzision auf Hart.

Montage, Bindungen, Schuhe

Empfehlungen wie ATK Raider 12/13 Evo und Marker Alpinist 12 passen hervorragend zum Einsatzprofil. Die Carbonlagen unter der Bindung erhöhen den Schraubenhalt. Kombinieren Sie mit leichten, dennoch stützenden Tourenstiefeln (gefühlter „120‑Flex“), um den Kantengriff auszuschöpfen.

Größenwahl

  • Allround/Fitness: etwa Körpergröße (171–178 cm für viele Durchschnittsfahrer).
  • Steil/technisch: eine Nummer kürzer für engere Sprungschwünge und wendige Spitzkehren.
  • Großes Terrain/Tempo: eine Nummer länger für mehr Laufruhe.
    Hinweis: Der längere Radius liebt etwas Tempo und klare Impulse.

Spezifikationen und ihr Einfluss

  • Rocker (Tip–Camber–Tail): Rocker vorn/hinten für Einlenken und Auftrieb; Camber für Halt und Rebound auf hartem Schnee.
  • Maße (125/95/109 mm; 127/95/111 in 178/185): 95 mm Mittelbreite balanciert Auftrieb und Kantenwechsel‑Tempo.
  • Radius (19–24 m je Länge): längerer Radius = Ruhe bei Tempo, Vorliebe für mittlere/lange Schwünge.
  • Gewicht (≈1080–1320 g/Ski): top Aufstiegseffizienz; weniger Dämpfung als schwerere Free‑Tour‑Ski (1500 g+).
  • Konstruktion: Sandwich/Teil‑Seitenwange, gesinterter Belag für Haltbarkeit und Gleitvermögen.
  • Werkswinkel (~0,9° Base / ~87,5–87,7° Side): scharfe, sichere Kante; heikler im Tuning – guten Service nutzen.

Kurzfazit

  • Federleicht im Aufstieg, für das Gewicht sehr souverän bergab.
  • Exzellenter Kantenhalt in der 95‑mm‑Klasse.
  • Präzise, richtungsbetont, weniger nachsichtig in schwerem Crud.
  • Topwahl für Skibergsteiger und ambitionierte Tourengeher; für Tiefschnee: Zero G 105.

Häufig gestellte Fragen

F: Für wen ist der Blizzard Zero G 095 geeignet?
A: Für Tourengeher, die Effizienz im Aufstieg und verlässliche Abfahrtsleistung im technischen Gelände priorisieren. Besonders stark auf hartem und gemischtem Untergrund.

F: Welche Länge soll ich nehmen?
A: Um die Körpergröße herum für Allround‑Einsatz. Kürzer für Steilgelände/Agilität, länger für mehr Stabilität bei Tempo.

F: Wie schlägt er sich auf Eis und in Couloirs?
A: Sehr gut für das Gewicht. Torsionssteifigkeit, Seitenwangen und Werkschliff sorgen für Biss. Leichtes Entgraten der Schaufeln entschärft, falls zu haktig.

F: Welche Bindungen passen?
A: Leichte Pin‑Bindungen wie ATK Raider 12/13 Evo oder Marker Alpinist 12 harmonieren mit Gewicht und Verstärkungen des Skis.

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