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Von Evelien Jansen

Black Crows Anima Birdie – Testbericht

Der Anima Birdie von Black Crows ist ein verspielter Big-Mountain-Powderski für fortgeschrittene bis sehr gute Fahrerinnen, die schnell, kreativ und gern im 3D-Schnee unterwegs sind. Mit 115 mm unter der Bindung, ausgeprägtem Doppelrocker und lebendiger Poplar/Glasfaser-Bauweise mit Carbon/Kevlar-Verstärkung verbindet er surfy-Leichtigkeit mit erstaunlicher Laufruhe.

Für wen?

  • Fortgeschrittene–Experten im Freeride, die eine breite, spielerische Plattform für Powder, Bäume und wechselhafte Resort-Bedingungen suchen.
  • Fahrerinnen, die ein drehfreudiges, slashtaugliches Gefühl mögen, aber Stabilität und Support bei Landungen wünschen.
  • Resort-Powder und Sidecountry; als Hybrid-Setup möglich, für lange Touren etwas schwer.

Fahreigenschaften

  • Powder/Soft: Progressiver Tip-Rocker und 115 mm Mittelbreite sorgen für schnelles Aufschwimmen und intuitive Steuerung. Locker, surfy und sicher in verschiedensten Pulvertramen.
  • Zerfahren/Crud: Mittelgewicht und Carbon/Kevlar filtern Vibrationen besser als viele Ultraleicht-Powderski. Nicht so totenruhig wie echte Metall-Charger, aber sehr stabil für die verspielte Geometrie.
  • Piste/Hart: Der kurze Camber liefert genug Biss für mittel-lange Radien (≈19 m). Auf blankem Eis ausreichend, aber keine Klassenbestleistung.
  • Bäume/Sprünge: Doppelrocker und leicht angehobenes Tail erleichtern Pivots, Slashes und gelegentliches Switch. Landungen fühlen sich stützend an, ohne zu bestrafen.
  • Topspeed: Hoch für 115 mm; metallverstärkte Directional-Ski sind bei Warp-Speed ruhiger, doch der Anima Birdie hält die Linie besser als viele surfige Alternativen.

Konstruktion und Specs – was sie bewirken

  • Rocker/Camber/Rocker: Viel Rocker an Tip/Tail für Auftrieb, Pivot und Fehlertoleranz; kurzer Camber für Grip und Energie.
  • 115 mm Mittelbreite: Exzellenter Auftrieb und Stabilität im Verspurten; auf sehr hartem Untergrund trägere Kantenwechsel als schmalere Allmountains.
  • ≈19 m Radius: Fördert mittlere bis lange Schwünge und Stabilität; dank Rocker bleibt der Ski agil.
  • Pappelholz + Glasfaser mit Carbon/Kevlar-Tapes: Lebendiger Rebound mit zusätzlicher Dämpfung und Robustheit, ohne Metall-Schwere.
  • Semi-Cap/ABS-Seitenwangen: Verlässlicher Kantenhalt und Stoßschutz.
  • Gesinterter Belag: Schnell und langlebig; regelmäßiges Wachsen empfohlen.
  • Empfohlener Montagepunkt -6 cm: Ausgewogene Freeride-Position; +1–2 cm für mehr Freestyle, -1 cm für noch mehr Directional-Float.

Montage und Setup

  • Bei -6 cm bleiben für das beabsichtigte Gleichgewicht aus Stabilität, Float und Verspieltheit.
  • Weiter vor (≈ -4 cm), wenn Switch/Tricks Priorität haben.
  • Weiter zurück (≈ -7 cm), wenn große Lines mit maximalem Tip-Support im Fokus stehen.
  • Bindungen: Alpine (Griffon/Attack/Squire) im Resort; Hybrid (Shift/Cast) für gelegentliche Aufstiege. Für lange Touren ist das Gewicht suboptimal.

Größenwahl

Verfügbare Längen: 176,6 und 182,1 cm.

  • 176,6 cm: Für leichtere Fahrerinnen, enge Bäume und ein wendiges Fahrgefühl.
  • 182,1 cm: Für größere/schnellere Fahrerinnen, offenes Gelände und maximale Laufruhe. Zwischen den Größen? Länger wählen, wenn du schnell fährst oder viel Powder suchst; der Rocker hält den Ski handlich.

Vergleiche

  • Black Crows Anima (Unisex): Meist etwas steifer/schwerer, mit mehr Top-End-Power. Die Birdie ist zugänglicher, behält aber das Anima-DNA.
  • Blizzard Sheeva 11 (≈112 mm): Directionaler und gedämpfter, stärker auf hartem Untergrund; weniger surfy/spielerisch als die Anima Birdie.
  • Armada ARW 116 VJJ: Loser und weicher, extrem surfig im Powder; weniger ruhig bei Tempo im Verspurten.
  • K2 Mindbender 115C W: Leichter und sehr verspielt; weniger satt im Resort-Chop als die Anima Birdie.
  • Faction Mana 3X (≈112 mm): Freestyle-orientierter und schneller Kantenwechsel; etwas weniger Auftrieb.

Mögliche Nachteile

  • Nur zwei Längen; weniger ideal für sehr kleine oder sehr große Fahrerinnen.
  • Kein Eis-Spezialist; Halt ok, aber limitiert auf Betonpisten.
  • Für lange Touren relativ schwer.
  • Lebt auf, wenn Tempo ins Spiel kommt; gemütliche Cruiser greifen evtl. zu schmaler/weicher.

Häufig gestellte Fragen

F: Für welchen Fahrertyp ist die Black Crows Anima Birdie gedacht?
A: Für fortgeschrittene bis Experten-Freeriderinnen, die einen verspielten 115-mm-Powderski möchten, der in Chop stabil bleibt und auf Piste funktioniert. Optimal für Resort-Powder, Bäume und Big-Mountain-Lines.

F: Welche Länge soll ich wählen?
A: 176,6 cm für leichtere/kleinere oder technisch-verspielte Fahrerinnen; 182,1 cm für größere/schnellere. Zwischen den Größen lieber länger für Stabilität und Auftrieb.

F: Taugt die Anima Birdie für Touren?
A: Mit Hybridbindungen (Shift/Cast) für Sidecountry okay, aber fürs echte Höhenmeter-Sammeln eher schwer. Wer primär tourt, fährt leichter – im Resort zahlt sich das Mehrgewicht bergab aus.

F: Unterschiede zur Unisex-Anima?
A: Die Unisex-Anima ist tendenziell steifer/schwerer und top-end-stärker; die Birdie ist zugänglicher und behält den floatig-stabil-verspielten Charakter.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Surfy-Float: 115 mm + Doppelrocker = leichtes Aufschwimmen, schnelle Pivots.
  • Stabil für die Breite: Carbon/Kevlar und solide Bauweise zähmen Chop.
  • Vielseitiger Freeride: Spaß im Wald, verlässlich auf Lines, brauchbar auf Piste.
  • Nicht fürs Eis: Ausreichender Halt, aber kein Hartschnee-Spezialist.

Hinweis: Gewichte und Sidecut können je nach Modelljahr leicht variieren.

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