Von Olivia Bennett
Der X9S Retro ARC 735 RS ist ein rennorientierter Pisten‑Carver für ambitionierte Fortgeschrittene bis Experten, die harte Pisten lieben. Er verbindet Slalom‑Agilität mit GS‑Ruhe und erlaubt kurze Fall‑Linien‑Schwünge ebenso wie längere Bögen, ohne auf einen Takt festgelegt zu sein. Hinter dem Retro‑Look steckt moderne Technik und ein klassisches Auftreten: kräftige Camber, lange effektive Kante, präzises Feedback. Wer saubere, stark aufgekantete Schwünge und ein satt gedämpftes, ruhiges Fahrgefühl höher bewertet als Verspieltheit, liegt hier richtig. Gute Technik wird mit spürbarer Energie‑Rückgabe belohnt.
Auf der Piste greift der Ski früh, baut Druck gleichmäßig auf und beendet den Schwung mit Autorität. Dank 65,5 mm unter der Bindung ist die Kantenwechselzeit sehr kurz, der Multi‑Radius gleitet natürlich zwischen kurzen und mittellangen Radien. Gegenüber reinen Slalomskiern wirkt er bei 50–70 km/h gelassener und weniger zappelig in wechselnden Pistenstrukturen. Im Vergleich zu breiteren Frontside‑Carvern ist er auf Hartschnee schneller und präziser, aber weniger tolerant gegenüber Drift. Er bevorzugt feste, gleichmäßige Flächen; in Nachmittagshaufen bleibt er ruhig, doch die schmale Plattform kann eintauchen, wenn die Haltung nachlässt.
Die Bauqualität liegt nah am Rennsport. Der Ultra Power Woodcore liefert eine straffe, durchgehende Basis, die TI Powered‑Schicht sorgt für Torsionssteifigkeit und High‑Speed‑Stabilität. Ultrawall‑Seitenwangen übertragen Druck sauber auf die Kanten und unterstützen Biss auf Eis. In manchen Märkten wird Revoshock S genannt; auf Schnee zeigt sich wenig Vibration und schneller Rebound beim Entlasten – eher “beschleunigend” als weichgedämpft. Die Lauffläche ist ab Werk schnell, das Topsheet robust. Insgesamt fährt er gedämpft, ohne leblos zu wirken, mit auffallend ruhiger Schaufel bei Tempo.
Die Kennzahlen prägen den Charakter. Active Camber 0/100/0 bedeutet volle Camber und lange effektive Kante für maximalen Grip; praktisch kein Rocker, der Tip oder Tail lockert – Technik zählt. In 175 cm: 114‑65,5‑99,5 mm bei 15,2 m Radius. Der schmale Mittelbreitenwert ermöglicht blitzschnelle Wechsel, moderater Tip/Tail greift früh und löst sauber. Das angegebene Gewicht von ca. 3242 g pro Ski (175 cm) trägt zur Ruhe auf Hartschnee bei. Längen 167/175/183: kürzer = wendiger und reaktiver; länger = ruhiger und spurtreuer.
Die Längenwahl richtet sich nach Tempo und Umfeld: 175 cm passt den meisten für kurze bis mittlere Radien; leichtere Fahrer oder enge Pisten wählen 167; größere und schnellere 183. Viele Händler bieten ihn mit I 12 GW‑Bindungen an; prüfen Sie, ob Gewichte Bindungen einschließen, und bestätigen Sie den DIN‑Bereich. Kontaktpunkte leicht entschärfen, falls er hakt; für seine Kernkompetenz – Kantenhalt – den Schliff scharf halten. Mögliche Nachteile sind die schmale Mitte abseits der Piste und ein forderndes Camber‑Profil; wer mehr Gutmütigkeit sucht, greift zu 70–74 mm unter der Bindung.
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