Von Evelien Jansen
Fortschreitende Fahrer, die hauptsächlich auf präparierten Pisten unterwegs sind, fühlen sich auf der Redster Q5 sofort wohl. Sie ist ein Pistenwerkzeug, das Vertrauen schafft: schnelle Kurveneinleitung, vorhersehbarer Zug durch den Schwung und Nachsicht, wenn die Haltung nicht perfekt ist. Die Flex liegt eher weich bis moderat, belohnt saubere Technik und verzeiht Fehler. Auf harter Morgenpiste hält die Kante zuverlässig, und im nachmittäglichen Haufen bleibt sie für ihre Klasse erstaunlich ruhig. Sehr sportliche Carver werden sich mehr Top‑End‑Power wünschen, doch für Anfänger bis Intermediates stimmt die Balance hervorragend.
Auf Schnee gelingt die Einleitung intuitiv und leicht; ein wenig Kanten genügt und sie greift. Die durchgehende Camber hält eine lange, kontinuierliche Kante im Schnee, wodurch der Ski gefasst und verbunden wirkt. Kurze, spritzige Schwünge sind sein Zuhause, doch auch mittlere Radien fährt er ohne Widerstand. Bei moderatem Tempo läuft er für sein Gewicht beeindruckend ruhig, und im leichten Chop bleibt das Deck still. Überschreitet man die Reisegeschwindigkeit, mag er lieber einen zentrierten, geführten Fahrstil statt roher Gewalt und zeigt seine Grenze mit leichtem Spitzenflattern an.
Active Camber (0/100/0) bedeutet volle Camber unter dem Fuß für maximalen Kantenkontakt und Rebound. Ein Power‑Holzkern kombiniert mit Densolite dämpft Vibrationen und bleibt lebendig. Die einzelne Titanal‑Schicht erhöht Torsionshalt und Stabilität, besonders auf harter Piste. Dura Cap Sidewall bringt Kantebiss unter der Bindung und eine Cap in Schaufel/Ende für Haltbarkeit und leichtes Drehen. Der Multi‑Radius‑Sidecut erlaubt vielfältige Kurvenformen. Mit 123,5/76,5/107 mm und 15,3 m Radius (169 cm) gelingen schnelle Kantenwechsel. Rund 2800 g pro Ski sorgen für Souveränität. Gelieferte M 10 GW Bindungen (DIN 3–10) passen zur Zielgruppe.
Die Längen reichen von 147, 154, 161, 169 bis 177 cm. Kürzer (Kinn‑bis‑Nase) erleichtert die Schwungeinleitung und bietet mehr Kontrolle bei niedriger Geschwindigkeit; näher an Körpergröße bringt zusätzliche Ruhe und Unterstützung. Mit zunehmender Länge wächst der Radius und die Hochgeschwindigkeitsstabilität, bei etwas höherem Krafteinsatz. Leichte oder vorsichtige Fahrer landen oft bei 154–161; schwerere oder sportliche wählen 169–177. Die 76,5‑mm‑Mittelbreite sorgt für schnelle Kantenwechsel und Pisteneignung, während moderate Schaufel/Enden eine saubere Schwungausleitung in zerfahrener Piste begünstigen.
Im Vergleich legt er den Schwerpunkt auf Komfort und Vorhersagbarkeit. Ein S/Max 8 oder React 8 ist steifer und bei Topspeed griffiger, fordert aber mehr Präzision. Ein React 6 oder RC One 73 ist ähnlich zugänglich; die Redster Q5 dämpft im Haufen etwas besser. Heads Shape e.V8 liefert mehr Druck, verzeiht aber weniger. Der große Pluspunkt ist der Paketwert: ein vielseitiger, lernfreundlicher Carver mit echter Metalllage und sicherem Kantenhalt, plus Bindungen. Grenzen sind erwartbar—moderates Top‑End, wenig Off‑Piste‑Auftrieb—doch für Pistentage mit Progression ist er ein kluger Kauf.
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