Von Andrew Ingold
Als frontseitiger, GS‑lastiger Carver belohnt der Redster G7 eine zentrierte, athletische Haltung mit sofortiger Kantenansprache und direktem Schneekontakt. Er richtet sich an selbstbewusste Fortgeschrittene auf dem Weg zum Experten, Masters‑Racer und Pistenfans, die lange, saubere Schwünge lieben. Von Beginn an wirkt er präzise, gedämpft und laufruhig, mit einer zielgerichteten Steifigkeit, die Tempo einlädt. Er fährt lieber auf der Kante als im Drift, ohne zu strafen; der Holzkern bietet genug Nachgiebigkeit, um Vibrationen zu dämpfen und Übergänge geschmeidig zu halten.
Auf der Piste ist Carving die Paradedisziplin. Durchgehender Camber von Tip bis Tail sorgt dafür, dass die effektive Kante sofort greift, sobald man aufkantet. Die 70‑mm‑Mittelbreite ermöglicht schnelle Kantenwechsel, während Titanlage und Torsionssteifigkeit die Linie halten, wenn man die Schaufel belastet. Der Sidecut sucht mittlere bis lange Radien; mit Druck biegt der Ski progressiv und liefert spürbaren Rebound, der über die Falllinie beschleunigt. Er bevorzugt saubere Carves gegenüber Pivotieren oder Schieben auf engem Raum.
Die Souveränität bei Tempo sticht heraus. Das Fahrwerk bleibt auf fester Morgen‑Corduroy gelassen und hält Biss, wenn Passagen blank und hart werden. Das Gewicht liegt im Mittelfeld und sorgt für ein sattes, vibrationsarmes Fahrgefühl statt für verspieltes Hüpfen. Die Kantenhaltung auf Hartschnee ist vertrauenerweckend, unterstützt von kräftigen Seitenwangen aktueller Jahrgänge. Weniger verzeihend bei Rücklage; wird man nachlässig, erinnert die Tail daran, Schwünge auszufahren. Bleibt man zentriert, dankt er es mit Renn‑ähnlicher Stabilität.
Für ein reines Pistengerät ist die Vielseitigkeit gut, mit Grenzen. In kurzen Slalomschwüngen lässt er sich zwar zwingen, fühlt sich aber am wohlsten in GS‑Radien. In Buckeln oder spätnachmittäglichen Haufen hilft die Dämpfung, doch die schmalere Mitte und der feste Flex geben Gelände stärker weiter als ein 74–76‑mm‑All‑Mountain‑Carver. Abseitsauftrieb fehlt, und wer einen verspielten, smearing‑lastigen Stil sucht, sollte weitersehen. Alternativen sind etwa Supershape e‑Speed, RC4 The Curv DTI oder S/Race Rush GS.
Die Kennwerte erklären den Charakter. 70 mm unter der Bindung priorisieren schnelle Kantenwechsel und Durchschlag auf hartem Untergrund. Vollcamber (0/100/0) maximiert die effektive Kante für knackige Einleitung und durchgehenden Kontakt. Der Radius skaliert mit der Länge: ca. 14,4 m (161), 15,2 m (168), 16,2 m (175) und 17,3 m (182) – je länger, desto weitere Bögen. Für die meisten Pistenfahrer sind 168–175 passend; 182 für kräftige Fahrer oder maximale Tempostabilität. Rund 2740 g pro Ski bringen Dämpfung. Sets kommen oft mit Systemski‑Bindung; auf Markierung montieren.
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