Von Sophia Reynolds
Backland 65 UL ist ein kompromissloses Werkzeug für Skimo‑Rennen, FKTs und fast‑and‑light Unternehmungen, bei denen jedes Gramm zählt. Mit rund 670 g pro Ski in 161 cm belohnt er saubere Technik und Fitness und bleibt in exponiertem Gelände berechenbar. Die 65‑mm‑Mitte und die gerichtete Geometrie priorisieren Aufstiegstempo und Präzision in der Abfahrt. Wer verspielten Powder‑Surf sucht, wird hier nicht fündig; wer Höhenmeter, verlässlichen Kantenhalt und minimales Gewicht schätzt, sollte dieses Modell ganz oben auf die Liste setzen.
Im Aufstieg spielt er seine Stärken aus. Das Gewicht verschwindet auf langen Anstiegen, die 161‑cm‑Länge erleichtert Spitzkehren in engen Rinnen. Eine Fellkerbe an der Schaufel beschleunigt Transitionen, die Rennschliff‑Belag gleitet spürbar besser auf flachen Passagen. Die 65‑mm‑Mitte hält den Hebel nah am Fuß und verbessert den Halt auf steilen, harten Spuren. Die HRZN‑Tech‑Schaufel bringt etwas Fläche und reduziert Flattern beim Spuren. Auf blankem Eis verlangt die sehr geringe Masse präzises Kanten, doch die Agilität und Ruhe auf Traversen überzeugen.
Abwärts bevorzugen der 93‑65‑78,5‑mm‑Sidecut und der angegebene 24‑m‑Radius längere, fall‑line Bögen mit sanfter Geschwindigkeitskontrolle. Das 15/85/0‑Rockerprofil bedeutet geringe Schaufelanhebung, viel Camber für Biss und ein flaches Heck, das Schwünge entschlossen abschließt—ideal für Sprungschwünge und brechbare Kruste. Die karbonverstärkte Bauweise liefert Torsionshalt, aber wenig Dämpfung; man spürt den Untergrund stärker als auf schwereren Ski. Auf Chalk und Firn sehr souverän, in gefrorenem Harsch kann er klappern. Auftrieb im Tiefschnee ist begrenzt; Linienwahl mit Bedacht.
Die Konstruktion ist klassisch ultraleicht: Ultra Light Woodcore aus Pappel/Karuba mit Carbon‑/Glaslagen unter Voll‑Cap (Dura Cap). Das spart massiv Gewicht und erhält gleichzeitig knackige Kantenreaktion. Pluspunkte: sofortige Kraftübertragung und schnelle Kantenansprache; Minuspunkte: geringerer Schlagschutz an der Deckschicht und weniger Vibrationsdämpfung als bei Sidewall‑Ski. Der World‑Cup‑Belag ist schnell, verlangt aber regelmäßiges Wachsen. Standard‑Stahlkanten sind gut zu warten, doch wie bei jedem Race‑Leichtbau bestrafen Steine und Haiflossen ungenaues Fahren.
Für den Einsatzzweck passt er am besten mit minimalistischen Tech‑Racebindungen und einem <800‑g‑Schuh. Montage auf der Empfehlung sorgt für tragendes Heck in steilen Ausstiegen. Im Vergleichsfeld liegt er zwischen hypernervösen Federgewichten und etwas breiteren Speed‑Tourern. Gegenüber Dynafit DNA/Mezzalama oder Salomon MTN 65 bringt die HRZN‑Schaufel etwas mehr Ruhe in zerfahrenem Schnee; gegenüber Trab Gara und Movement Race Pro 66 ist er ähnlich schnell, aber etwas weniger gedämpft. Wer die Abfahrt priorisiert, greift zu 75–85 mm Mittelbreite.
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