Von Andrew Ingold
Der Backland 109 richtet sich an Tourengeher, die echte Auftriebskraft und ein wendiges, fehlerverzeihendes Fahrgefühl ohne Zusatzkilos suchen. Mit 109–110 mm unter der Bindung und einer direktionalen Form tendiert er zu Freeride, bleibt aber auf langen Tagen und Mischschnee gelassen. Verspielter und drehfreudiger als viele alpinistische 105er, jedoch nicht so surfy wie stark gerockerte 112er. Er trifft den Sweet Spot zwischen der Ausgewogenheit des QST Echo 106 und der Losgelöstheit des Pagoda Tour 112, mit mehr Pulverauftrieb als der Zero G 105.
Mit rund 1540 g pro Ski in 184 cm ist die Aufstiegseffizienz klar eine Stärke. Der Ultra Light Woodcore (Pappel/Karuba) senkt das Schwunggewicht, Carbon-Stringer bringen Rebound ohne Masse. Das FreeTour-Profil reduziert Harz und Glasfaser für einen lebendigeren Flex, während ein Eschen-Einsatz die Schraubenhaltung verbessert. Dura Cap/Sidewall schützt Schaufel und Ende, verstärkt aber unter der Bindung. Im Aufstieg wirkt der Ski flink und agil; für sein Gewicht ist die Dämpfung auf langen Abfahrten zurück zum Auto bemerkenswert ordentlich.
Powder Rocker im 25/55/20-Layout und HRZN 3D-Schaufeln sorgen für hervorragendes Aufschwimmen bei moderater Geschwindigkeit. Die breite Schaufel vergrößert die Fläche ohne Gewichtsnachteil, ermöglicht Surfen und Slashen und bleibt in Krustenübergängen berechenbar. Moderate Tail-Rocker hält das Skiende stützend, sodass man vorne fahren oder zentriert schmieren kann. In Bäumen und Pillow-Lines dreht er leicht aus. In schwerer Zerspur bei höherem Tempo wird die Geschwindigkeitsgrenze früher erreicht als bei schwereren 110ern mit Metall-Lagen.
Auf Windpress, hartem Chalk und fester Firnmoquette ist die Kantenhalte beachtlich für einen Touren-Powderski. Camber unter dem Fuß und der direktionale Sidecut greifen sauber, die relativ flache Ferse stützt Stemmbögen in Steilrinnen. Auf gefrorener Sastrugi und eisigen Ausläufen nehmen Vibrationen zu und verlangen einen feineren Fahrstil. Gegenüber dem Zero G 105 ist die Präzision geringer, das Fahrgefühl freundlicher; gegenüber dem QST Echo 106 ist die Haftung ähnlich, der 109 löst jedoch lockerer und schneller, wenn der Schnee hakt.
Die Kennzahlen erklären das Fahrverhalten. Der 25/55/20-Rocker mischt Auftrieb (Schaufel), verlässlichen Kantenhalt (Camber) und kontrolliertes Lösen (Ende). Radien von 17,5–20 m bevorzugen mittellange Bögen mit gut dosierbarer Drift. Spitzen-/Mittel-/Endbreiten skalieren mit der Länge—bis 136/110/125 mm—und erhöhen in großen Längen den Auftrieb. Etwa 3080 g pro Paar in 184 cm hält Anstiege effizient. Länge wählen: 176 cm für enges Gelände oder leichtere Fahrer, 184 cm als Allround nahe Körpergröße, 189 cm für schwerere Fahrer, tiefe Tage und mehr Tempo.
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