Von Sophia Reynolds
Der InThayne richtet sich an Fahrer, die tiefen Powder-Freeride mit spielerischem Backcountry-Freestyle kombinieren. Er ist eine Powder-zentrierte Freeride-Ski, der Auftrieb und Drehfreudigkeit priorisiert, dabei aber genug Verspieltheit für Jibs und Switch-Landungen bietet. Dieses Modell passt zu fortgeschrittenen bis erfahrenen Skifahrern, die große Lines und kreatives Gelände abseits der Piste erkunden wollen. Auf präparierten Pisten ist er weniger zuhause; sein Terrain ist die unpräparierte Natur, wo Gleiten und Wendigkeit entscheidend sind.
Am Berg fällt der InThayne durch hervorragenden Auftrieb und leichtes Pivoting in tiefem Schnee auf. Das Powder-Rocker-Profil mit frühem Tip- und Tail-Rise und flacherem Bereich unter dem Fuß hält die Schaufel oben und erleichtert enge Wendungen. Carbon-Stringer sorgen für Pop und Torsionsstabilität, der Neopren-Tip dämpft Vibrationen und leichte Schläge. Bei Tempo wirkt der Ski überraschend ruhig, auf hartem Untergrund fehlt jedoch die direkte Kantengriff-Performance schmalerer Freeride-Ski.
Der Aufbau kombiniert einen Aspen/Maple Kern mit Carbon-Stringern, einem Neopren-Tip, einer gesinterten Base und Full-Sidewall-Konstruktion. Tip (138 mm) und Tail (129 mm) liefern viel Auflagefläche für Planing, während die 117 mm Taille Flotation und Wendigkeit ausbalanciert. Radien (23 m bei 181 cm, 25 m bei 188 cm) sorgen für stabile Kurven bei Geschwindigkeit, sind aber weniger ideal für sehr enge, schnelle Turns. Die Gewichte (ca. 1863 g/1974 g pro Ski) sind für einen Powder-Ski moderat.
Der InThayne glänzt an großen Powder-Tagen und in kreativen Backcountry-Sessions. Er ist verspielt genug für Butters, Presses und Switch-Tricks und gleichzeitig stabil genug, um steile Abfahrten bei hohem Tempo zu meistern. Grenzen zeigen sich auf hartem oder vereistem Untergrund: die breite Schaufel und das Rocker-Profil bieten nicht das gleiche Kantenbiss wie camberbetonte, schmalere Freeride-Ski. Wer eine pistefokussierte Partnerin sucht, sollte zu einem anderem, kantengriffstärkeren Modell greifen.
Im Vergleich zu anderen powderorientierten Freeride-Ski positioniert sich der InThayne als verspieltere, etwas leichtere Option. Man kann ihn im Geist mit surfigen Modellen wie dem Mind Expander oder Hovercraft vergleichen — mehr auf Freestyle als auf reines Big-Mountain-Charging ausgelegt. Er passt zu Fahrern, die ein spaßiges, surfy Powder-Tool mit pop und gedämpfter Spitze wollen. Für reine Kantengriff- und Pistenpräzisions-Fans gibt es geeignetere Alternativen; ein leicht zurückgesetzter Montagepunkt wird empfohlen.
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